Erdwärme: Lichtenauer EWS heizt Bundesamt für Naturschutz ein

Die Planung des geothermischen Heizsystems für den ökologischen Erweiterungsbau des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) in Bonn hat die EWS Erdwärme-Systemtechnik GmbH & Co. KG in Lichtenau (Westfalen) übernommen. Das Unternehmen ist Spezialist für Geothermieanlagen in großen Bauvorhaben – und der Anbau des BfN hat stolze 3.700 Quadratmeter. „Beim BfN setzen wir, wie in den meisten […]

Die Planung des geothermischen Heizsystems für den ökologischen Erweiterungsbau des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) in Bonn hat die EWS Erdwärme-Systemtechnik GmbH & Co. KG in Lichtenau (Westfalen) übernommen. Das Unternehmen ist Spezialist für Geothermieanlagen in großen Bauvorhaben – und der Anbau des BfN hat stolze 3.700 Quadratmeter. „Beim BfN setzen wir, wie in den meisten Fällen, so genannte Erdwärmesonden ein“, so Geschäftsführer Oliver Kohlsch. Aus rund 80 m tiefen Bohrlöchern wird Erdwärme gewonnen, die das neue Gebäude mit einer Wärmepumpe beheizt. Im Sommer kann das System die Räume auch kühlen.
 
Erdwärmesysteme, die sich die für Heizung und Kühlung erforderliche Energie aus dem Baugrund holen, sind laut EWS wirtschaftlicher als herkömmliche Systeme, die mit Erdgas oder Heizöl betrieben werden.

Von Witterung und Jahreszeit unabhängige erneuerbare Energiequelle

Besonders geschätzt werde auch, dass man sich mit ihnen weitgehend unabhängig von den zukünftigen Entwicklungen der Energiepreise machen kann. Die Energiekosten würden so auf Jahrzehnte planbar, betont die EWS. Geothermie ist versorgungssicher und unabhängig von Witterung und Jahreszeit. In menschlichen Zeiträumen unerschöpflich, zählt die Erdwärme zu den erneuerbaren Energien mit hohem Potenzial. Die Bedürfnisse der heutigen Generation können mit Geothermie befriedigt werden, ohne dadurch die Möglichkeiten künftiger Generationen zu beeinträchtigen.

Die Heizanlage bedarf laut EWS keiner speziellen Wartung. Da keine Verbrennung stattfindet, sich also weder Ruß noch Staub ansammelt, entfallen die ansonsten vorgeschriebenen Emissionsmessungen und auch das lästige Kaminfegen. An der Erdoberfläche sind geothermische Anlagen kaum sichtbar, denn wichtige Anlagenteile gehen in die Tiefe. Weder ein Schornstein noch ein abgesicherter Haustechnikraum oder ein Lagerraum für den Energieträger werden benötigt.

„Der Erweiterungsbau entspricht den neuesten bau-ökologischen Vorgaben. Er ist mit 9,8 Millionen Euro nicht teurer als ein herkömmlicher Bau. Im langfristigen Betrieb wird sogar Geld gespart, berücksichtigt man die ständig steigenden Preise für konventionelle Energieträger“, so BfN-Präsident Prof. Dr. Hartmut Vogtmann. Durch den Erweiterungsbau werden die beiden Bonner Dienststellen des Bundesamtes für Naturschutz an einem Standort zusammengelegt. Der Bau wurde betreut durch die Bonner Niederlassung des Bau- und Liegenschaftsbetriebes des Landes Nordrhein-Westfalen. Neben dem Neubau eines Bürotraktes mit angeschlossenen Sitzungssälen wurde auch die Bibliothek des BfN erweitert, die mit mehr als 100.000 Bänden die größte Naturschutzbibliothek im deutschsprachigen Raum ist.

„Erdwärmesonden halten so lange wie das Gebäude steht – und länger. Wir können den Unternehmen wirtschaftliche Anlagen mit langfristig stabilen Energiekosten bieten. Wer schafft das heutzutage noch?“ so EWS-Geschäftsführer Kohlsch. Diese Vorteile ließen sich darum immer weniger Firmen entgehen. Geothermie sei eine unerschöpfliche und Klima schonende Energiequelle. Nur wer allein auf fossile Energien setze, müsse sich Sorgen machen. „Unsere Kunden müssen das nicht“, betont Kohlsch.

14.07.2006   Quelle: EWS Erdwärme-Systemtechnik GmbH & Co. KG   Solarserver.de   © EEM Energy & Environment Media GmbH

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