SCHOTT Solar: Erfolg bei der Produktion von Solar-Wafern aus Foliensilizium

Gemeinsam mit der Crystal Growing Systems GmbH (CGS, Aßlar) hat die SCHOTT Solar GmbH (Alzenau) ein neues Verfahren zur Produktion von Solar-Silizium entwickelt. Eine neue „Multigeneration“-Kristallzucht-Anlage sei erfolgreich getestet worden, berichten die Unternehmen in einer Pressemitteilung. In dieser Anlage werden wahlweise 12-eckige Rohre aus Foliensilizium mit einer Kantenlänge von 125 Millimetern oder 9-eckige Rohre mit […]

Gemeinsam mit der Crystal Growing Systems GmbH (CGS, Aßlar) hat die SCHOTT Solar GmbH (Alzenau) ein neues Verfahren zur Produktion von Solar-Silizium entwickelt. Eine neue „Multigeneration“-Kristallzucht-Anlage sei erfolgreich getestet worden, berichten die Unternehmen in einer Pressemitteilung. In dieser Anlage werden wahlweise 12-eckige Rohre aus Foliensilizium mit einer Kantenlänge von 125 Millimetern oder 9-eckige Rohre mit einer Kantenlänge von 156 mm gezogen. Die nur knapp 0,3 mm dünnen und sieben Meter langen Rohre werden dann zu Silizium-Wafern für die Photovoltaikindustrie verarbeitet, die daraus Solarzellen herstellt.  Für den CGS-Kunden SCHOTT Solar böten sich durch diese Fortentwicklung zwei große Vorteile bei der Herstellung von Foliensilizium im so genannten EFG –Verfahren (Edge Defined Film Fed Growth). Zum einen ergebe sich durch den vergrößerten Rohrumfang mit 12 Seitenflächen (Dodekagon) anstelle der bisherigen acht Seitenflächen (Octagon) eine sehr deutliche Produktivitätssteigerung bei gleicher Prozessdauer. Zum anderen sei die Homogenität der Wanddicke der gezogenen Siliziumrohre erheblich besser, wodurch die Menge des eingesetzten Siliziums pro Wafer weiter reduziert werden könne.

Erhebliche Wettbewerbsvorteile durch Silizium sparende Technologie

Dieses von SCHOTT Solar umgesetzte Projekt wurde vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) gefördert. Die CGS GmbH hat im Auftrag der SCHOTT Solar die Anlagentechnik entwickelt und die Prozessführung in enger Zusammenarbeit mit SCHOTT Solar begleitet und unterstützt. Das EFG-Verfahren bietet gegenüber anderen Verfahren erhebliche Wettbewerbsvorteile. So müssen die Siliziumrohre nicht wie die Siliziumblöcke anderer Verfahren mit hohem Materialverlust zersägt werden, sondern werden lediglich an den Kanten mit Hilfe eines Lasers getrennt. Im Zuge der herrschenden Rohsiliziumknappheit stelle dies für den Kunden einen erheblichen Kosten- und somit Wettbewerbsvorteil dar, betonen SCHOTT Solar und CGS. Pro erzeugte Watt-Zellleistung komme man somit auf den geringsten Siliziumeinsatz aller Herstellverfahren für Solar-Silizium-Wafer.

31.08.2006   Quelle: PVA TePla AG; SCHOTT Solar GmbH   Solarserver.de   © EEM Energy & Environment Media GmbH

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