Entwicklungshilfe: Über 70 Millionen Euro für Erneuerbare und Energieeffizienz in Lateinamerika

Die Corporación Andina de Fomento (CAF), Entwicklungsbank der Andenstaaten in Südamerika, und die KfW-Entwicklungsbank im Auftrag des Bundesentwicklungsministeriums (BMZ) haben zwei Finanzierungsverträge für die Programme für „Regenerative Energien und Energieeffizienz I und II“ in Lateinamerika unterzeichnet.  Für diese Vorhaben werden in der Zusammenarbeit mit der CAF zinsgünstige Darlehen in Höhe von insgesamt 70 Millionen Euro […]

Die Corporación Andina de Fomento (CAF), Entwicklungsbank der Andenstaaten in Südamerika, und die KfW-Entwicklungsbank im Auftrag des Bundesentwicklungsministeriums (BMZ) haben zwei Finanzierungsverträge für die Programme für „Regenerative Energien und Energieeffizienz I und II“ in Lateinamerika unterzeichnet.  Für diese Vorhaben werden in der Zusammenarbeit mit der CAF zinsgünstige Darlehen in Höhe von insgesamt 70 Millionen Euro zur Finanzierung bereitgestellt. Fast die Hälfte der Darlehenssumme in Höhe von 30 Millionen Euro wird aus Mitteln der KfW-Sonderfazilität für Erneuerbare Energien und Energie-Effizienz bereitgestellt. Über dieses Kreditprogramm stellt die KfW-Entwicklungsbank im Auftrag der Bundesregierung in den Jahren 2005 bis 2009 bis zu 500 Millionen Euro in Form zinsgünstiger Darlehen für Darlehensnehmer in Entwicklungsländern zur Verfügung. Mit dem am 18.06.2006 unterzeichneten Finanzierungsvertrag wird das zweite aus Mitteln der Sonderfazilität zugesagte Vorhaben konkretisiert.

Bundesministerin Wieczorek-Zeul: Lateinamerika sucht Alternativen zum Öl

„Derzeit gibt es gute Perspektiven für eine Energiewende in Lateinamerika. Lateinamerika ist die am stärksten vom Öl abhängige Region der Welt, da es den überwiegenden Teil seines Energiebedarfs mit Öl abdeckt. In den von Ölimporten abhängigen lateinamerikanischen Staaten hat ein energiepolitisches Umdenken begonnen“, unterstrich Bundesministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul die Bedeutung der Verträge. „Die Regierungen suchen Alternativen zum Öl und das Potenzial an Windenergie, Erdwärme und Biomasse ist enorm. Wir wollen auch in Lateinamerika eine Energieerzeugung unterstützen, die Klima und Ressourcen schont“, so die Ministerin weiter.

Mit der deutschen Unterstützung werden Investitionen privater und öffentlicher Unternehmen für Projekte und Programme zur Nutzung der regenerativen Energien und der Energieeffizienz in Lateinamerika in Höhe von ca. 200 Millionen US-Dollar mit finanziert. Durch den Einsatz erneuerbarer Energieträger und die Förderung energieeffizienter Technologien wird eine Verringerung des CO2-Ausstoßes um über 120.000 Tonnen pro Jahr erwartet.

Beitrag zur Verringerung der Abhängigkeit von Ölimporten und zum Klimaschutz

Wolfgang Kroh, Mitglied des Vorstands der KfW Bankengruppe betonte: „Mit der Förderung erneuerbarer Energien und Energieeffizienz in Lateinamerika leisten wir angesichts der zuletzt stark gestiegenen Ölpreise einen besonders wichtigen Beitrag zur Verringerung der Abhängigkeit von Ölimporten und zugleich zum Klimaschutz. Das ist eine Win-Win-Chance für Lateinamerika.“ Die Förderung von erneuerbaren Energien und Technologien zur Erhöhung der Energieeffizienz ist ein Schwerpunkt der deutschen Zusammenarbeit mit Lateinamerika. In den letzten fünf Jahren hat Deutschland laut KfW mehr als 210 Millionen Euro in diesem Bereich zugesagt.

24.09.2006   Quelle: KfW   Solarserver.de   © EEM Energy & Environment Media GmbH

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