Umfrage: Mehrheit will am Atomausstieg festhalten

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Fast zwei Drittel der Deutschen wollen den in der Koalitionsvereinbarung der schwarz-roten Bundesregierung vereinbarten Atomausstieg. 62,4 Prozent gaben in einer repräsentativen Blitzumfrage des Marktforschers „EuPD Research“ an, den Ausstieg weiterhin zu unterstützen. Insgesamt seien 1.214 Personen befragt worden, berichtet EuPD Research. in einer Pressemitteilung. 22,3 Prozent der Befragten lehnen demnach den Ausstieg aus der Atomenergie ab, 15,2 Prozent haben hierzu keine Meinung.
Die Debatte um den Koalitionsvertrag war nach Äußerungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel entbrannt, wonach auch die Folgen einer Abschaltung der Kernkraftwerke beachtet werden müssten. Mittlerweile hat die Kanzlerin ihre Vertragstreue bekräftigt.

Mehr Frauen als Männer befürworten den Ausstieg
Die meisten Atomgegner finden sich unter den 40- bis 44-Jährigen (73,4 Prozent). Der Großteil derer, die den im Koalitionsvertrag vereinbarten Ausstieg aus der Kernkraft fordern, ist weiblich (67,4 Prozent). Unter den männlichen Befragten würden 65,7 Prozent die Vereinbarung gerne zurücknehmen. Mit einem Anteil von 31,1 Prozent stellen Personen ab 65 Jahren den größten Teil der Befürworter nuklear erzeugter Energie.

Ablehnung der Atomenergie in allen Bildungsschichten
In allen Bildungsschichten überwiegt die Ablehnung der Atomkraft. In der Gruppe derer, die einen Hauptschulabschluss ohne Lehre haben, ist die Ablehnung am größten (66,7 Prozent), dicht gefolgt von Befragten mit Abitur (65,8 Prozent) oder Studium (61,7 Prozent).
Den höchsten Anteil unter den Befürwortern von Atomenergie weisen mit 29,8 Prozent Akademiker auf. Den niedrigsten Anteil an Befürwortern haben Hauptschüler ohne Lehre mit 16,0 Prozent.

Atomgegner überwiegen in allen Einkommensschichten
Der größte Teil der Atomgegner verfügt über ein Einkommen zwischen 2.000 und 3.000 Euro (72,4 Prozent). Unter den Spitzenverdienern mit einem Einkommen von 5.000 bis 6.000 Euro sind 54,5 Prozent der Meinung, dass die Bundesregierung am geplanten Atomausstieg festhalten sollte.

11.01.2007 | Quelle: EuPD Research | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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