Bundesverband BioEnergie lobt Pläne zum Ausbau des Marktes für Wärme aus erneuerbaren Energien

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Mit Zustimmung hat der Bundesverband BioEnergie (BBE) die Absicht von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel aufgenommen, die erneuerbaren Energien im Wärmemarkt mit politischer Unterstützung auszubauen. Ebenso hätten Vertreter aller fünf Bundestagsfraktionen auf dem Neujahrsempfang der Erneuerbare-Energien-Verbände am 16.1.2007 in Berlin erklärt, die Potenziale der erneuerbaren Energien im Wärmemarkt künftig verstärkt mit geeigneten Rahmenbedingungen mobilisieren zu wollen, betont der BBE in einer Pressemitteilung.
„Genauso wie im Strom- und Kraftstoffmarkt benötigen wir auch für den Ausbau der erneuerbaren Energien im Wärmemarkt klare und ambitionierte Zielvorgaben sowie hierzu geeignete Maßnahmen. Die diesbezüglich im Koalitionsvertrag vereinbarte Handlungsbereitschaft muss politisch nun auch endlich umgesetzt werden. Die Bioenergiebranche benötigt auch für den Wärmemarkt dauerhaft verlässliche Rahmenbedingungen, die eine stetige Marktentwicklung und Investitionssicherheit für den Zu- und Ausbau von Produktionskapazitäten garantieren“, betont Helmut Lamp, Vorsitzender des Vorstandes des BBE.

Marktanreizprogramm ist an seine Grenzen gestoßen
Der BBE anerkenne ausdrücklich die Mittelaufstockung im Marktanreizprogramm des Bundes zur Förderung erneuerbarer Energien (MAP) um 33 auf insgesamt 213 Millionen Euro im Jahr 2007 und die jetzt auch wieder mögliche Antragsstellung in diesem Programm. „Das MAP hat insbesondere bei den innovativen Holzpelletsheizungen und den Scheitholzvergaserkesseln zum Einsatz in privaten Haushalten positive Impulse gesetzt. Das MAP ist jedoch in den letzten beiden Jahren aufgrund zu knapper Mittelausstattung und einer dadurch bedingten Stop-and-Go-Förderpolitik auch an seine Grenzen gestoßen“, so Helmut Lamp. Wichtig sei jetzt vor allem eine Verstetigung der Marktentwicklung. Zusätzlich zu den Biomassekleinfeuerungsanlagen müssten künftig verstärkt Biomasseheizwerke gefördert werden, die über Nahwärmesysteme ganze kommunale Einrichtungen und Gemeinden mit umweltfreundlicher Biowärme versorgen können. Ein Gesetz für Wärme aus regenerativen Quellen mit diesbezüglichen Anreizwirkungen könne hier wichtige Impulse setzen, so Lamp.

Bioenergie-Anteil am Wärmemarkt kann bis 2020 auf 10 % steigen
Die Bioenergie hatte laut BBE 2006 bereits einen Marktanteil von 5,8 % am bundesdeutschen Wärmemarkt, dieser Anteil kann aus Sicht des Verbandes bis 2020 auf mindestens 10 % ausgeweitet werden. Als flankierende und unerlässliche weitere Maßnahme für den Ausbau der Bioenergie im Wärmemarkt fordert der BBE den Abbau von administrativen Hemmnissen. „Energiegetreide muss endlich als Regelbrennstoff in die 1. BImSchV aufgenommen werden, zudem dürfen die positiven Marktentwicklungen bei den innovativen Holzfeuerungsanlagen nicht durch überzogene und dem Stand der Technik unangemessene Verschärfungen der Emissions-Grenzwerte bei der in 2007 anstehenden Novellierung der 1. BImSchV konterkariert werden. Innovationen müssen hier angereizt und nicht verhindert werden“, fordert der BBE-Vorsitzende Lamp. Holzpelletsanlagen und Scheitholzvergaserkessel sowie Biomasseheizwerke und Biomasse-KWK-Anlagen zeichneten sich mit ihrer innovativen Anlagentechnik durch hohe Wirkungsgrade und diesbezügliche Umweltvorteile aus und leisteten damit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz, betont der BBE.
Ein Hintergrundpapier zur Förderung der erneuerbaren Energien im Wärmemarkt bietet der BBE auf seinen Internetseiten unter www.bioenergie.de

24.01.2007 | Quelle: Bundesverband BioEnergie e.V. (BBE) | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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