Wasserkraftwerk Rheinfelden: Spatenstich für das Maschinenhaus

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Fünf Monate früher als ursprünglich geplant, erfolgte Mitte Januar 2007 der offizielle Spatenstich für das Maschinenhaus des neuen Wasserkraftwerks in Rheinfelden. In dem neuen Kraftwerk sollen im Jahr 2011 vier Rohr-Turbinen mehr als dreimal soviel Strom wie die alten Maschinen des bestehenden Kraftwerks erzeugen: jährlich rund 600 Millionen Kilowattstunden erneuerbare Energie. Das neue Stauwehr werde im April 2007 in Betrieb gehen, berichtet die Energiedienst Holding AG in einer Pressemitteilung.
Die Vorarbeiten für das Maschinenhaus würden bereits auf Hochtouren laufen. Sämtliche Bau-, Stahlwasserbau- und Elektroarbeiten am bereits fertig gestellten zweiten Wehrabschnitt gingen sehr zügig voran und ermöglichten so den großen Zeitvorsprung. „Wir sind sehr zufrieden mit dem aktuellen Baufortschritt und hoffen, dass wir unser Jahrhundertprojekt innerhalb des geplanten Kosten- und Zeitrahmens fortführen und fertig stellen werden“, betont Martin Steiger, Vorstand der Energiedienst AG.

380 Millionen Euro für Strom aus Wasserkraft
Die Ausschreibungen für den Rohbau des Maschinenhauses, die Turbinen und Generatoren sowie den Stahlwasserbau erfolgten auf europäischer Ebene. Das Baulos hat die ARGE der vier Firmen Implenia, Rothpletz-Lienhard, Schleith und Züblin gewonnen. Die Fertigung und Montage der Rohrturbinen und der Generatoren übernehmen die Unternehmen Voith Siemens Hydro (Heidenheim) und Alstom Hydro Schweiz (Birr). Die Hans Künz GmbH verantwortet weiterhin den Stahlwasserbau. Die Aufträge über rund 116 Millionen Euro seien noch im Dezember unterzeichnet worden, so die Energiedienst Holding AG. Damit lägen die Vergaben sehr gut im vorgegebenen Budgetrahmen, der für das Maschinenhaus ein Volumen von 277 Millionen Euro hat. Für das Gesamtprojekt wird mit Kosten in Höhe von 380 Millionen Euro gerechnet.

600 Millionen Kilowattstunden für rund 170.000 Haushalte
Im Frühjahr 2008 soll mit dem Rohbau für das Maschinenhaus begonnen werden. Bis Ende 2010 soll das neue Kraftwerk in Betrieb sein. Mehr als doppelt soviel Wasser als durch die alten Maschinen soll dann durch die Turbinen des neuen Kraftwerks laufen: rund 1.500 Kubikmeter pro Sekunde. In Rheinfelden steigt dann die Leistung von 25 Megawatt auf 100 MW und die jährliche Stromproduktion von 185 auf 600 Millionen Kilowattstunden (kWh). Im neuen Kraftwerk kann laut Energiedienst Holding AG umweltfreundlich erzeugter Strom für rund 170.000 Haushalte gewonnen werden.

Zusätzliche Maßnahmen für die Umweltverträglichkeit
Zur Verbesserung der Umweltverträglichkeit des Neubaus führe Energiedienst eine Reihe ökologischer Aufwertungsmaßnahmen durch. Sie sollen die Durchgängigkeit und die Struktur des Rheins verbessern, Ruhe- und Laichzonen für Fische schaffen, den Rhein mit seinen Seitenarmen vernetzen sowie einen natürlichen Übergang zwischen Wasser und Land herstellen. Ab 2012 soll anstelle des heutigen Kraftwerkkanals ein naturnahes Fließgewässer Fischen und anderen Wasserlebewesen als Aufstiegs- und Laichgewässer dienen.

24.01.2007 | Quelle: Energiedienst Holding AG | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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