InWEnt und Energiebau Solarstromsysteme erhalten Umweltpreis für dezentrale Stromversorgung in Afrika

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Die gemeinnützige InWEnt GmbH (Bonn) und die Kölner Energiebau Solarstromsysteme GmbH erhalten den „Roy Family Award 2007“. Der Preis wird alle zwei Jahre vergeben von der Harvard University, John F. Kennedy School of Government. Die Auszeichnung ehrt die vorbildliche Zusammenarbeit öffentlicher und privater Einrichtungen (Public Private Partnerships) im Umweltschutz. Gewürdigt wird das Konzept einer dezentralen Stromversorgung für ländliche Regionen in Afrika mit erneuerbaren Energien.
Energiebau und InWEnt entwickelten das Projekt gemeinsam im Rahmen einer Entwicklungspartnerschaft und erprobten es seit 2003 mit lokalen Partnern in Ghana, Tansania und Mali. InWEnt koordiniert das Projekt. Die Verbindung von Umweltschutz und Armutsbekämpfung habe bei der Jury der Harvard University den Ausschlag gegeben, berichtet InWEnt in einer Pressemitteilung. Auch das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP), lobte den Projektansatz und habe Interesse an einer Ausweitung des Vorhabens auf andere afrikanische Länder.
Strom von der Sonne und aus Pflanzenöl
Das Konzept verbindet eine Solarstromanlage mit einem für den Betrieb mit Pflanzenöl modifizierten Dieselgenerator. Das Öl kann mit einfachsten Mitteln vor Ort aus den Nüssen der Jatropha-Pflanze gewonnen werden. Die Stromversorgung durch solche Solar-Hybridsysteme bietet neben der sauberen Energieproduktion eine Reihe weiterer Vorteile: Jatropha-Anbau schützt vor Bodenerosion und der bei der Pressung anfallende Abfall kann als Dünger genutzt werden. Frauen erhalten eine Einkommensmöglichkeit durch das Sammeln der Nüsse. Die kontinuierliche Versorgung mit Wechselstrom ermöglicht den Betrieb von Maschinen, erhöht dadurch die Produktivität und verhilft Bauern und Handwerkern zu zusätzlichem Einkommen. Als Teil des Projektes wurden lokale Fachkräfte ausgebildet.

25.01.2007 | Quelle: InWEnt gGmbH | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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