Internationale Passivhaustagung: 80 Fachbeiträge aus 170 internationalen Einreichungen ausgewählt

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170 Einreichungen aus aller Welt durchforstete der hochkarätig besetzte wissenschaftliche Beirat der 11. Internationalen Passivhaustagung Anfang Dezember 2006 in Bregenz (Österreich). Ausgewählt wurden die 80 zukunftsweisendsten Entwicklungen, Produkte und Trends rund um das energieeffiziente Bauen. Sie werden in Fachbeiträgen während der Tagung von 13. bis 14. April 2007 im Festspielhaus Bregenz präsentiert.
„Die eingereichten Abstracts stammen aus allen Teilen der Welt“, freut sich Architekt Diplom-Ingenieur Helmut Krapmeier vom Energieinstitut Vorarlberg über das große Interesse an der 11. Internationalen Passivhaustagung 2007. Das Energieinstitut Vorarlberg ist gemeinsam mit dem renommierten Passivhaus Institut in Darmstadt Veranstalter der Tagung am österreichischen Bodenseeufer. „Unter den Einreichungen befinden sich Unternehmen, Einzelpersonen und Institutionen aus allen Ländern Europas, verstärkt auch aus osteuropäischen Staaten wie Ungarn, Slowakei, Polen oder Kroatien. Aber auch aus Japan, Vietnam, den USA, dem Iran,Weißrussland oder der Ukraine“, berichtet Krapmeier.

Großes internationales Interesse, neue Produkte und Trends
80 bereits umgesetzte Projekte aus denen erste Erfahrungen vorliegen hat der wissenschaftliche Tagungsbeirat für die 11. Internationale Passivhaustagung ausgewählt. Hauptkriterium war die marktnahe Konzeption. Der 11-köpfige wissenschaftliche Tagungsbeirat setzt sich zusammen aus hochkarätigen Branchenexperten aus den Niederlanden, der Schweiz, Deutschland und Österreich. Darunter etwa der Forschungsleiter der EMPA Schweiz (Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt). Bereits seit Jahren gilt die Internationale Passivhaustagung als zukunftsweisend, was neue Produkte und Trends des energieeffizienten Bauens betrifft. So wurde etwa im vergangenen Jahr ein neuer Vakuumdämmstoff präsentiert, der bei gleicher Wirkung nur ein Fünftel der Stärke herkömmlicher Dämmstoffe benötigt. In diesem Jahr bereits markterprobt, werden auf der Passivhaustagung 2007 neue Anwendungsfelder des Vakuumdämmstoffs vorgestellt.

Konsequenter Passivhausstandard könnte Verbrauch fossiler Energie um 60 Prozent senken
„Mit dem Passivhauskonzept nachhaltige Baukultur schaffen“ ist das Motto der 11. Internationalen Passivhaustagung in Bregenz, bei der diesmal die Architektur im Mittelpunkt steht. „Mit Hilfe der Architektur ist es heute möglich Häuser zu bauen, die im Vergleich zu Häusern im Gebäudebestand nur noch ein Zehntel an Heizenergie benötigen“, so Passivhausexperte Wolfgang Feist vom Passivhaus Institut Darmstadt. Würden künftig nur noch Häuser im Passivhausstandard errichtet, könnte in den nächsten 30 bis 40 Jahre der Verbrauch fossiler Energie um 60 Prozent reduziert werden.
Zur 11. Internationalen Passivhaustagung werden 600 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der ganzen Welt erwartet. Ihnen werden die neuesten Entwicklungen, Produkte und Trends präsentiert. Eine Exkursion führt Interessierte am 15. April 2007 zu „Best Practice“-Beispielen: Neubauten und Althaussanierung im regionalen Umkreis. Parallel findet im völlig neu gestalteten Festspielhaus Bregenz (Architektur: Dietrich/Untertrifaller) eine Passivhaus-Ausstellung statt.
Weitere Informationen: www.passivhaustagung.at

01.02.2007 | Quelle: Energieinstitut Vorarlberg | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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