Gemeinde Rusava ist Tschechischer Solar-Meister 2006

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Die mährische Ortschaft Rusava im Zlín-Kreis ist Sieger der Solar-Meisterschaft der Tschechischen Republik. Rusava betreibt in seiner Badeanstalt die vermutlich größte Solarwärmeanlage Tschechiens mit einer Fläche von 540 Quadratmetern. Darüber hinaus nutzt die dortige Schule Solaranlagen zur Wassererwärmung und zur Stromerzeugung. In der Kategorie Kleinstädte gewann Jindřichův Hradec, unter den Großstädten mit über 50.000 Einwohnern siegte Pilsen. Photovoltaik-Spitzenreiter sind die Orte Pilsen, Opatov und Svitav.
Nachdem die Liga der umweltfreundlichen Alternativen (LEA) Ende 2005 fast 14.000 Quadratmeter solar aktive Fläche ermittelt hatte, wovon 12.000 m2 auf thermische Sonnenkollektoren entfielen, seien im Laufe des vergangenen Jahres über 3.500 m2 hinzugekommen, so dass die Solarkollektor- und Solarmodulfläche auf insgesamt 17.500 m2 gewachsen sei. Besonders die Zahl der installierten Solarstromanlagen hat laut LEA kräftig zugenommen, womit sich die in der Solarliga gemeldete Leistung von 160 auf 340 Kilowatt Spitzenleistung (kWp) erhöht habe.

Wettbewerb nach dem Vorbild der deutschen Solar-Bundesliga
In Rahmen der Messe „Dächer“ in Prag hat der Wettbewerb der Gemeinden und Städte um Punkte für die Nutzung der Sonnenenergie „Solarliga der CR“ die erfolgreichsten Siedlungen und anregendsten Solaranlagen präsentiert. Nach dem Vorbild der deutschen Solar-Bundesliga organisiert die Bürgervereinigung Liga ekologických alternativ (LEA – Liga der umweltfreundlichen Alternativen).
den Wettbewerb. „Die Initiatoren der Installationen, die Produktions- und Montagegesellschaften, Gemeinden, Fachleute sowie die Bürger betreten dank unserer Aufklärungsaktivität die öffentliche Schaubühne und erweitern die Medien-, Beratungs- und Gesetzgebungsimpulse zur Verstärkung dieser Energiealternative“, kommentiert Jury-Vorstand Karel Merhaut von der LEA. „Den angemeldeten Solarsystemen weisen wir die pro Kopf umgerechneten Solarpunkte gemäß des festgesetzten Schlüssels zu. Die Gemeinden und Städte können durch die Position in der Rangliste ihren umweltfreundlichen Ruf hervorheben. Sie zeigen, dass sie zur Luftreinigung und mit ihrem Teil auch zur Lösung der globalen Klimaprobleme beitragen“, so Merhaut weiter.

Sonderpreis für Fachbeiträge zur Solarenergie
In der Kategorie Photovoltaik sei der Einfluss des neuen Gesetzes zur Förderung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen deutlich geworden, berichtet Merhaut. Den ersten Platz der tschechischen Solarstrom-Liga belegt die Gemeinde Opatov im Kreis Pardubice in der Nähe von Svitavy. Dort hat das Unternehmen HiTechMedia Systems aus Uherské Hradiště auf einem ehemaligen landwirtschaftlichen Objekt ein Solarkraftwerk mit 60 kWp in Betrieb genommen. Die Organisatoren der Solarliga haben auch die Arbeit eines Journalisten gewürdigt: Die Anerkennung für die besten Veröffentlichungen zur Solarenergie hat Jaroslav Peterka aus Liberec bekommen für einen Beitrag in der Zeitschrift Alternativní energie. Peterka arbeitet auch als der Hochschullehrer an der technischen Universität von Liberec und als Planer von Solarsystemen.
Da die zwei letzten Umweltminister der Nutzung der erneuerbaren Energien als ihre Priorität eingeräumt hätten und da das neue Gesetz zur Förderung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen Wirkung zeige, gehen die Organisatoren des Wettbewerbs auch 2007 von einem weiteren Ausbau der installierten Solarkapazität aus.

15.02.2007 | Quelle: Liga der umweltfreundlichen Alternativen | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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