Biodiesel für breitere Mobilfunkabdeckung in Indien

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Das Kommunikationsunternehmen Ericsson fördert ein Projekt zum Einsatz von pflanzlichen Treibstoffen als Energiequelle für Mobilfunk-Basisstationen in ländlichen Regionen. Das Unternehmen arbeitet nach eigenen Angaben eng mit dem indischen Mobilfunkanbieter IDEA Cellular und dem Entwicklungsfond der GSM Association (GSMA) zusammen. In dem Pilotprojekt in Pune im indischen Bundesstaat Maharashtra werden mit Biodiesel Basisstationen betrieben, die sich außerhalb der Reichweite des öffentlichen Stromnetzes befinden.
In einer ersten Phase wurde getestet, welche Pflanzen sich für die Erzeugung des Brennstoffs zur Stromherstellung eignen. Dabei werden ausschließlich heimische Pflanzen wie Baumwolle oder Jatropha untersucht, die nicht als Nahrungsmittel verwendet werden können. Im nächsten Schritt soll ein Netz entwickelt werden, das ab Mitte 2007 fünf bis zehn Basisstationen mit Energie versorgt. Gegenüber herkömmlichem Diesel hat Biodiesel für die Versorgung von Mobilfunkstationen mehrere Vorteile: Er kann vor Ort hergestellt werden und bei seiner Produktion entstehen in den ländlichen Gebieten neue Arbeitsplätze. Gleichzeitig sinken die Transportkosten und die damit verbundenen Ausgaben für Logistik und Sicherheit. Zudem entstehen bei seiner Verbrennung weniger Schadstoffe.

Indien als Vorzeigeland für alternative Energiequelle – Handys für die Menschen auf dem Land
„Rund drei Viertel der indischen Bevölkerung leben auf dem Land“, erklärt Sanjeev Aga, Geschäftsführer von IDEA Cellular. „Dort fehlt es oft an zuverlässiger Stromversorgung. Mit Biodiesel können wir auch diese ländlichen Gebiete an das Mobilfunknetz anbinden. Das bringt den Menschen dort neue wirtschaftliche und soziale Vorteile.“ Die indische Regierung fördere die Verwendung von Biodiesel. So könnte der Subkontinent zu einem Vorzeigeland für diese alternative Energiequelle werden. „IDEA ist einer der ersten indischen Mobilfunkbetreiber, die auf Biodiesel setzen. „Damit spielt das Unternehmen eine federführende Rolle bei der Entwicklung kosteneffizienter und nachhaltiger Mobilfunklösungen für ländliche Gebiete. Mobilfunkbetreiber in aller Welt können die Ergebnisse dieses Pilotprojekts für eigene Vorhaben nutzen“, sagt Robert Conway, Leiter der GSMA, des Weltverbandes der Mobilfunkbetreiber. „Je weiter GSM-Netzbetreiber Mobilfunknetze in ländliche Gebiete ausbreiten wollen, desto häufiger stoßen sie auf Probleme mit der fehlenden Infrastruktur“, fügt Mats Granryd hinzu, Geschäftsführer von Ericsson India. „Mit diesem Projekt beteiligen Unternehmen ländliche Gemeinden an der Mobilfunkrevolution. Immer mehr Menschen profitierten von den Vorteilen dieser Technologie.“

18.02.2007 | Quelle: Ericsson GmbH | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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