BUND: EU-Gipfel muss 30 % weniger CO2 ohne Wenn und Aber beschließen

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Wenige Tage vor dem Brüsseler Frühjahrsgipfel der europäischen Staats- und Regierungschefs hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) am 05.03.2007 mit einer Kundgebung vor dem Brandenburger Tor für entschiedenes Handeln beim Klimaschutz geworben. Dutzende Passanten unterstützten – wie bei parallelen Aktionen in mehreren anderen europäischen Hauptstädten – mit ihrer Unterschrift auf großen EU-Sternen die Forderungen der Umweltschützer.
Transparente riefen dazu auf, den Klimawandel zu stoppen. „Schluss mit der Energieverschwendung!“ lautete eine der Botschaften. Die Sterne sollen am 9. März eine riesige blaue EU-Flagge in Brüssel zieren.

Verbindliche Vorgaben zum Ausbau der Erneuerbaren unbedingt erforderlich
Die deutschen und europäischen Umweltorganisationen von „Friends of the Earth“ fordern vom EU-Gipfel weit reichende Beschlüsse zur Bekämpfung der Klimaerwärmung: Bis 2020 sollten die Treibhausgase in der EU um ein Drittel verringert, der Anteil erneuerbarer Energien auf ein Viertel und die Energieeffizienz um ein Fünftel gesteigert werden. Diese Ziele dürften nicht von Klimaschutzmaßnahmen anderer Industriestaaten abhängig gemacht werden, heißt es in der BUND-Pressemitteilung. „Die Europäische Union muss beim globalen Klimaschutz vorangehen und ihre Treibhausgase bis 2020 entscheidend verringern. Nur als Vorbild hat Europa die nötige Überzeugungskraft, um zögerliche Regierungen wie die von Australien oder den USA ins Boot zu holen“, betont der BUND-Geschäftsführer Gerhard Timm. Und auch die Wirtschaft werde von Fortschritten beim Klimaschutz profitieren. Dazu seien verbindliche Vorgaben zum Ausbau erneuerbarer Energien und für Energieeinsparungen unbedingt erforderlich, so Timm weiter.
Auf ihrem Frühjahrsgipfel werden die europäischen Staats- und Regierungschefs über einen Energie-Aktionsplan für Europa abstimmen. Der BUND ruft vor allem EU-Ratspräsidentin Angela Merkel dazu auf, wirksame Maßnahmen gegen die zunehmende Erderwärmung auszuhandeln. Wenn der globale Temperaturanstieg in diesem Jahrhundert auf zwei Grad begrenzt werden solle, dürfe der Aktionsplan nicht zu schwach ausfallen. Weder die Atomkraft noch die Abscheidung von CO2 bei Kohlekraftwerken könnten zum Abbau der Energieverschwendung beitragen, so der BUND.

05.03.2007 | Quelle: BUND | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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