Erdwärme soll „Energie für alle Fälle“ sichern

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Der 10. Bundeskongress Geothermie tagt vom 29. bis 31. Oktober 2007 in Nordrhein- Westfalen. „Energie für alle Fälle“ ist das diesjährige Motto der europäischen Fachkonferenz rund um die Erdwärme, die veranstaltet wird von der deutschen geothermischen Vereinigung. Der Kongress findet im Bochumer RuhrCongress statt und wird begleitet von der Messe „GEOEnergia2007“. Nach Meinung der Veranstalter könnte „Klimafalle“ zum Wort des Jahres 2007 werden: Der Klimabericht der UNO zeige, wohin die Reise gehe, wenn nicht umgesteuert werde, heißt es in einer Pressemitteilung der Geothermischen Vereinigung e.V. – Bundesverband Geothermie (GtV-BV). Deshalb müssten neue Wege der Energiegewinnung beschritten werden. Erdwärme zum Beispiel lasse sich überall finden und liefere Energie, wann immer man sie brauche.
Inzwischen werde die Geothermie in Deutschland bereits im Gigawattbereich genutzt. Die Entwicklung gehe in einem Tempo voran, das vor einigen Jahren kaum für möglich gehalten worden sei. NRW, das sich als Energieland Nr. 1 und Weltmarktführer in der Bergbautechnologie sieht, ist in diesem Jahr Gastgeber der Leistungsschau von Wissenschaft und Wirtschaft, die sich mit Wärmebergbau und Erdwärmenutzung beschäftigt. Der Augenblick sei günstig, da mit dem deutschen Steinkohlebergbau eine traditionelle Schlüsselbranche nach Neuorientierung suche, betont das NRW-GeothermieZentrum in Bochum.

Erdwärme steht immer und überall zur Verfügung
Die Wärme-Ressourcen im Innern der Erde lassen sich laut Bundesverband Geothermie für viele Zwecke einsetzen, die Energie benötigen. Sie stünden zur Verfügung, auch wenn die fossilen Vorräte drohten zu Ende zu gehen und Lieferprobleme die Versorgungssicherheit beeinträchtigen. Klimaveränderungen an der Oberfläche hätten keinen Einfluss auf ihre Verfügbarkeit. Lange Transportwege erübrigten sich. Einmal erschlossen, sei Erdwärme „ein verlässlicher Partner“, versichert der GtV-BV. Auf dem Kongress in Bochum sollen alle Themen abgedeckt werden, die in der Energiediskussion der kommenden Jahre wichtig werden könnten: Bereitstellung von Strom, Wärme und Klimakälte, Forschung und Entwicklung, Erschließung, Finanzierung, Anwendung, wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen, technologische und wirtschaftliche Trends und Innovationen, Aus- und Weiterbildung, Arbeitsplätze und Qualitätssicherung.

Auch Kommunen sollen Erdwärme verstärkt nutzen
Im Rahmen eines Wirtschaftsforums präsentieren Unternehmen der Branche, ihre Produkte und Dienstleistungen auf der Messe „GEOEnergia2007. Vor dem Hauptprogramm ermöglichen Workshops und Seminare die Auseinandersetzung mit Fachthemen. Dazu gehört ein Forum für Vertreter aus Kommunalverwaltungen und Kommunalparlamenten. Gemeinsam mit ihnen sollen Möglichkeiten und Voraussetzungen für den Einsatz der Erdwärme in den Städten und Gemeinden diskutiert und erarbeitet werden. Die Regionalkonferenz „Wärmebergbau an Rhein und Ruhr“ des NRW-Geothermie Zentrums Bochum (GZB) befasst sich dabei schwerpunktmäßig mit dem Stand der Entwicklung und Anwendung in Nordrhein-Westfalen.
Interessenten können Vortragsvorschläge für den Kongress einreichen und vom 01.April bis 07.Mai 2007 Kurzfassungen dazu abgeben. Vorschläge zur NRW-Regionalkonferenz können direkt an das Geothermie Zentrum gerichtet werden unter www.geothermal-center.eu. Mehr Informationen unter http://www.geothermie.de/ oder unter http://www.dergeothermiekongress.de/

18.03.2007 | Quelle: NRW-GeothermieZentrum Bochum e.V.; GZB-Wirtschaftsvereinigung e.V.; GtV-BV | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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