natur+kosmos: Der Klimawandel erreicht die Chefetagen

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Nicht nur Europas Spitzenpolitiker haben sich zu engagiertem Klimaschutz verpflichtet. Auch immer mehr Manager sähen inzwischen, welche ökonomischen Risiken die Erderwärmung birgt – und versuchten, ihre Unternehmen darauf einzustellen, berichtet die Zeitschrift natur+kosmos in ihrer Aprilausgabe. Das Menschheitsproblem Klimawandel sei in der Wirtschaft zum Thema geworden. „Vor ein paar Jahren wurde das Thema vielleicht einmal im Umweltbericht eines Unternehmens erwähnt. Gut fürs Image, aber nicht viel mehr als ein PR-Gag“, sagt Christoph Bals von der Klimaschutzorganisation Germanwatch.
Der Fast-Food-Riese McDonald’s liefere seine Buletten inzwischen mit Lastern aus, die mit Biodiesel betankt sind. Der japanische Elektrogigant Sharp hat seine Europazentrale in Hamburg auf „grünen Strom“ eines Ökoanbieters umgestellt. Unter dem Slogan „GoGreen“ propagiert die Deutsche Post „klimaneutrale und emissionsarme Versandoptionen“. Und der Hamburger Otto-Versand, Vorreiter in Sachen Umweltschutz, verkündet stolz, seinen transportbedingten Kohlendioxidausstoß innerhalb von zehn Jahren um mehr als die Hälfte verringert zu haben.
Selbst der französische Atomstromkonzern Avera sieht seine Zukunft in der Windkraft und will den deutschen Windradhersteller REpower übernehmen. Vorreiter in Sachen Klimaschutz sind vor laut natur+kosmos vor allem Branchen, die vom Klimawandel direkt betroffen sind. Die Allianz-Versicherung hat bereits 2004 eine spezielle Taskforce eingerichtet. Sie soll prüfen, ob beispielsweise Hurrikan-Risiken überhaupt noch versichert werden können oder in welcher Weise Prämien in potenziellen Sturm- oder Überschwemmungsgebieten angepasst werden müssen.

20.03.2007 | Quelle: natur+kosmos | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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