Conergy will Umsatz um 60% steigern und Jahresüberschuss verdoppeln

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Die Hamburger Conergy AG (ISIN DE 0060 40025) hat am 30.06.2007 ihren Geschäftsbericht für das Jahr 2006 veröffentlicht und ihre Wachstumspläne vorgestellt. Für 2007 erwartet der Vorstand einen Umsatzsprung um etwa 60 % auf 1,25 Milliarden Euro und mindestens eine Verdoppelung des Jahresüberschusses. 2006 verbesserte das Unternehmen seinen Umsatz nach eigenen Angaben um 42 % auf 752,2 Mio. EUR (2005: 530,2 Mio. EUR). Zu diesem deutlichen Wachstum haben alle Vertriebskanäle beigetragen, betont das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Das Auslandsgeschäft sei um 268 % weit überproportional auf 278,2 Mio. EUR gesteigert und mache damit bereits 37% des Gesamtumsatzes aus. Im laufenden Geschäftsjahr soll der Auslandsumsatz wieder mindestens verdoppelt werden.
Auch der Umsatzanteil mit Solarthermie, Wind- und Bioenergie konnte über Plan auf 26% (Vorjahr: 12%) mehr als verdoppelt werden. „Damit ist Conergy auf bestem Weg, ihre Wachstumsstrategie 50/50/08 erfolgreich umzusetzen. Bereits in 2008 sollen die Auslandsumsätze und die Umsätze außerhalb des Kerngeschäfts Photovoltaik jeweils 50% des Gesamtumsatzes ausmachen. So erschließt sich das Unternehmen zusätzliche Umsatz- und Gewinnpotenziale und wird gleichzeitig unabhängiger von Angebots- und Nachfrageüberhängen in den sich zyklisch entwickelnden Märkten für regenerative Energiesysteme“, heißt es in der Pressemitteilung.

Dividende in vergleichbarer Höhe des Vorjahres geplant
Der Vorstand der Conergy AG hat dem Aufsichtsrat einen Gewinnverwendungsvorschlag zur Prüfung vorgelegt, nach dem unter anderem ein Teil des Bilanzgewinns 2006 zur Zahlung einer Dividende in Höhe von 10 Eurocent je Aktie auf die insgesamt 32.999.999 Millionen dividendenberechtigten Aktien verwendet werden soll. Dies entspreche unter Berücksichtigung des Aktiensplits und der Kapitalerhöhung einer zum Vorjahr vergleichbaren Dividende. Als wachstumsstarkes Unternehmen will Conergy seine Expansion weiterhin in erster Linie aus eigener Kraft finanzieren.

Wachsende Gewinne trotz Investitionen in Auslandsmärkte und Produktion
Conergy verbesserte seinen Konzern-Jahresüberschuss 2006 um 8,6 % auf 30,2 Mio. EUR (Vorjahr: 27,8 Mio. EUR). Die Rohertragsmarge konnte 2006 deutlich auf 19,3% gesteigert werden (Vorjahr: 16,1%). Das Betriebsergebnis (EBIT) verbesserte sich auf 52,1 Mio. EUR (Vorjahr: 47,4 Mio. EUR). Ergebnisschmälernd hätten sich investive Aufwendungen für den Ausbau komplementärer Technologien (12,2 Mio. EUR) einschließlich der neuen voll integrierten Solar-Wafer, Solerzellen und -Modulproduktion sowie internationaler Markteintritte unter anderem durch Gründung von 26 Gesellschaften (8,7 Mio. EUR) ausgewirkt. Diesen Sonderaufwendungen stehen Sondererträge in Höhe von 15,0 Mio. EUR aus dem Verkauf zweier Grundstücke gegenüber. Die Eigenkapitalquote betrug zum Bilanzstichtag 26%. Durch eine erfolgreiche Kapitalerhöhung konnte das Eigenkapital Anfang März 2007 um zusätzlich rund 150 Mio. EUR auf zirka 330 Mio. EUR aufgestockt werden. Zur Vorbereitung auf den 2007 angepeilten Umsatzssprung sei die Mitarbeiterzahl von 724 (Anfang 2006) bereits zum Jahresende auf 1.480 etwa verdoppelt worden. Bis zum Jahresende 2007 plant Conergy, weitere 1.000 neue Mitarbeiter für den Ausbau der weltweiten Marktanteile im Bereich regenerativer Energiesysteme einzustellen.

Ausbau der Produktlinien für Strom und Wärme aus erneuerbaren Energien im Plan
Der Aufbau der weltweit einzigartig voll integrierten Solarmodulfabrik in Frankfurt (Oder) sei voll im Plan und diese werde demnach absehbar im Sommer 2007 die Produktion aufnehmen, so Conergy. Dafür seien bereits mehr als 100 Mitarbeiter eingestellt worden. Auch die Vertragsverhandlungen zur Siliziumversorgung für 2007 und 2008 sowie für Ausbaustufen über 2008 hinaus seien weit vorangeschritten. Wegen der Eigenproduktion konnte Conergy die Anzahl ihrer Modulzulieferer von mehr als 20 auf aktuell 8 strategische Partner reduzieren und damit das Kundenangebot über ihre Vertriebskanäle in aktuell 24 Ländern straffen. Für 2007 seien bereits ausreichende Modulmengen für das geplante Wachstum im Kerngeschäft Photovoltaik gesichert.

Erträge aus Investitionen in Solarenergie, Windkraft und Bioenergie schon 2007 erwartet
Neben dem Angebot zur Stromproduktion aus Solar-, Wind- und Bioenergie hat Conergy ihre Produktlinien für regenerative Wärmesysteme vervollständigt. Durch die Integration von Thermosiphon-und Drain-Back-Technologie und dem Einstieg in die Eigenproduktion von Wärmepumpen bietet Conergy ihren Kunden zum jeweiligen Energiebedarf passende Systeme zur Nutzung von Solar- und Erdwärme. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Conergy bereits Erträge aus den Investitionen in die neuen Märkte und der Erweiterung der Produktlinien für Solar-, Wind- und Bioenergie. Darüber hinaus zeichne sich ab, dass das weiter schnell wachsende internationale Geschäft und gesunkene Beschaffungspreise für Photovoltaik die Wettbewerbsfähigkeit der Conergy Gruppe weiter erhöhen werden.

30.03.2007 | Quelle: Conergy AG | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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