Handwerk und DBU wollen Impulse für Wachstum und Klimaschutz geben

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„Haus sanieren – profitieren“ ist das Motto einer Kampagne, die bei der Energiemesse in Osnabrück gestartet wurde. Wie Gernot Schmidt, Präsidiumsmitglied des Zentralverbands des Deutschen Handwerks betont, soll mit der Kampagne eine Vielzahl energiesparender Sanierungsmöglichkeiten vorgestellt werden. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fördert die Kampagne, bei der ein kostenloser Energie-Check für Hausbesitzer im Vordergrund steht, mit fünf Millionen Euro Dabei überprüfen Handwerker Fenster, Dämmung und Heizung und erläutern weitere Schritte der Sanierung.
„Eigentümer können Energiekosten sparen, Handwerker Arbeitsplätze sichern, und wir alle tun etwas für die Umwelt“, so Schmidt. Denn modernisierte Häuser verbrauchen weniger fossile Brennstoffe und erzeugen weniger klimaschädigende Treibhausgase.

Fördermaßnahmen sichern 150.000 Arbeitsplätze
„Vor diesem Hintergrund und einem großen Bestand an alten Gebäuden in Deutschland haben wir der jetzigen Bundesregierung vorgeschlagen, die Förderung der energetischen Sanierung stark auszuweiten, um gezielt Impulse für mehr Wachstum und für mehr Klimaschutz zu setzen“, meint Schmidt. Die Nachfrage nach zinsverbilligten Darlehen und Zuschüssen sei enorm gestiegen seit der Staat über die bundeseigene Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) die Sanierung von Altbauten fördere. 2006 habe die KfW beinahe 185.000 Kredite mit einem Umfang von 9,4 Milliarden Euro zugesagt – eine Verdreifachung im Vergleich zu 2005.“Mit dieser Förderung konnten rund 150.000 Arbeitsplätze gesichert werden“, so Schmidt. Die positiven Wirkungen seien im Handwerk unmittelbar spürbar: Erstmals seit vielen Jahren seien die Auftragsbücher schon im Frühjahr gefüllt. Unternehmer würden ihre Geschäftslage so gut beurteilen wie seit Mitte der 90er Jahre nicht mehr.

Verbraucher wünschen Unabhängigkeit von Öl und Gas
Dass Umweltschutz den Menschen in Deutschland wichtig ist, unterstreiche auch eine aktuelle Studie des Bundesumweltministeriums: „Inzwischen rangiert Umweltschutz gleich nach der Arbeitslosigkeit wieder als zweitwichtigste zu lösende Aufgabe“, erläutert Prof. Dr. Werner Wahmhoff, stellvertretender DBU-Generalsekretär. Für 59 Prozent der Befragten sei wichtig, unabhängig von Öl und Gas zu sein. 45 Prozent wünschten sich, dass deutlich weniger klimaschädliche Gase wie Kohlendioxid ausgestoßen werden. „Die DBU hat bereits seit Beginn ihrer Fördertätigkeit vor 16 Jahren Klimaschutz als zentrales Themenfeld der Fördertätigkeit gesehen. „Wegen der aktuellen Entwicklungen haben wir unsere Bemühungen seit dem vergangenen Jahr nochmals intensiviert“, erklärt Wahmhoff. Im Rahmen dieses Engagements sei die Info-Kampagne entwickelt worden.
Weitere Infos sind im Internet zu finden unter www.sanieren-profitieren.de

07.04.2007 | Quelle: Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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