DNR prämiert Sieger des Fotowettbewerbs „Ansichtssache Windkraft“

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Unter dem Titel „Ansichtssache Windkraft. Zur Ästhetik einer neuen Energietechnologie“ startete der Deutsche Naturschutzring (DNR) vor einem Jahr gemeinsam mit dem Deutschen Verband für Fotografie (DVF) und der Deutschen Umweltstiftung einen bundesweiten Fotowettbewerb. Jetzt wurden die besten Bilder prämiert und veröffentlicht. Günter Ratzbor, dem Leiter der DNR-Infokampagne „Windkraft im Visier“, fiel es angesichts der riesigen Zahl an Einsendungen nicht leicht, ein Resümee zu ziehen: „Ein Bild sagt mehr als 1.000 Worte, heißt es. Was aber sagen uns dann erst die 1.500 Bilder des DNR-Fotowettbewerbs `Ansichtssache Windkraft`?
Über 500 Fotografen/innen beteiligten sich an dem Auswahlverfahren mit Bildern, die in 15 verschiedenen Ländern aufgenommen worden waren, darunter Costa Rica, Indien und Australien. Mehr als 30 % der Beiträge kamen von Frauen – die jüngste Teilnehmerin war neun Jahre alt.

Subjektive Sicht auf eine neue Energietechnologie
Die drei besten Bilder stammen von Christoph Weiler aus Freiburg (1. Platz), Jörg Wacker aus Emden (2. Platz) und von Melanie Ludwig aus Schmalfeld (3. Platz). Sie spiegeln in den Augen der sechsköpfigen Jury am eindrucksvollsten die ganze Bandbreite der „subjektiven Sicht auf eine neue Energietechnologie“ wider, wie es die Ausschreibung verlangte. Darüber hinaus wurden auch die interessantesten „Bilder des Monats“ ausgewählt. „Die Windkraft als eine Urgewalt, die Natur und Technik durch ihre Leichtigkeit versöhnt – so könnte man vielleicht die Wirkung der prämierten Bilder in einem Satz zusammenfassen“, sagte Ratzbor bei der Vorstellung der Ergebnisse.
Die teilweise spektakulären „Ansichten“ zeigen Windräder auf ihre rein ästhetische Wirkung reduziert oder als Bestandteil einer vom Menschen geprägten Landschaft. Viele Bilder pointieren die Technik, Bewegung, Dynamik und Kraft, andere wollen den Energieriesen sogar eine romantische Seite abgewinnen. Sie stellen das Miteinander von Mensch und Maschine oder Tier und Technik dar. Manchmal, so Ratzbor, würden sie auch ganz einfach die persönliche Wertschätzung des/der Fotografen/in ausdrücken.

Klares Votum für die Ästhetik der Windenergie-Nutzung
Nur einzelne Bilder thematisieren die Nutzung der Windkraft als Bedrohung, die vor allem in der Betonung der Größe der Anlagen oder ihrer Masse zum Ausdruck kommt. Reine Ansichtssache? „Mich hat das klare Votum der Beiträge für die Ästhetik der Windenergie überrascht – vor allem vor dem Hintergrund der zum Teil heftig geführten Diskussionen um deren optische Wirkung“, bilanzierte Ratzbor die Gesamtschau.
Der Fotowettbewerb war Teil der DNR-Informationskampagne „Windkraft im Visier“, die vom Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt gefördert wird. Darin setzt sich der Dachverband der Umweltverbände für einen „umwelt- und naturverträglichen Ausbau der Windenergie“ an Land ein. Ziel der Kampagne ist es, „die tatsächlichen Wirkungen der Windkraft auf Mensch, Natur und Umwelt zu beurteilen und öffentlich darzustellen.“ Diesem Zweck diente auch der jetzt mit der Prämierung zu Ende gegangene Fotowettbewerb.
Alle prämierten Bilder und weitere Fotos zum DNR-Wettbwerb „Ansichtssichtsache Windkraft“ sind zu sehen Sie unter www.wind-ist-kraft.de.

08.04.2007 | Quelle: DNR | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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