Wärme-Energiepreistrend: Holzpellets werden billiger, Heizöl teurer

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Während sich Heizöl im März 2007 verteuerte, wurden andere Energieträger wie Erdgas und Holzpellets teilweise erheblich preiswerter, berichtet die im Ceto-Verlag erscheinende Zeitschrift BRENNSTOFFSPIEGEL. Im bundesdeutschen Durchschnitt seien die Preise für Holzpellets seit Januar 2007 um 19 Prozent gefallen und lagen im März bereits wieder etwa auf dem Jahresdurchschnitt von 2006. Die Branche rechne damit, dass sich dieser Trend fortsetzt, wenn auch abgeschwächt.
Die Rohölpreisentwicklung sei neben geopolitischen Ereignissen, wie der Festsetzung britischer Marinesoldaten durch den Iran, von rückläufigen US-Ölbestandszahlen und der Erwartung geprägt, dass die Ölnachfrage weltweit in 2007 weiter steigen dürfte. Tendenziell sei also nicht mit stark fallenden Ölpreisen zu rechnen, so der BRENNSTOFFSPIEGEL.
Bisheriges Ölpreis-Jahreshoch 2007 bei 58,21 Euro
Die gleiche Entwicklung zeigte der Preis für den von der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) erfassten „Korb“ von elf Rohölsorten: er kletterte seit Anfang März mit zwischenzeitlicher leichter Abschwächung von 57,50 auf knapp unter 61 USD/Barrel (Wochendurchschnitte). Analog entwickelte sich der Heizölpreis, der im bundesdeutschen Durchschnitt bei einer Bestellmenge von 3.000 Liter einschließlich Mehrwertsteuer am 1. März bei 55,52 Euro/100 Liter lag, in der Monatsmitte auf 54,21 Euro fiel, um am 30. März sein bisheriges Jahreshoch 2007 von 58,21 Euro zu erreichen.

Erdgaspreis seit Januar leicht fallend
Nach dem Höchststand im Januar 2007 gehen die Erdgaspreise laut BRENNSTOFFSPIEGEL bundesweit leicht zurück. Bei einzelnen Versorgern hätten jedoch Senkungen der Arbeitspreise Erhöhungen der Grundpreise gegenübergestanden. Dadurch veränderte sich die Tarifstruktur. In Summe zeichnen sich beim Erdgas aber niedrigere Tarife ab. Noch immer ist Erdgas mit Ausnahme Berlin in den neuen Bundesländern teurer als im Westen. Zwischen dem höchsten (Thüringen) und dem niedrigsten Preis (Berlin) besteht ein Unterschied von rund 14 Prozent.

Holzpellets: Marktdruck lässt Preise rutschen, Pellets seit Januar 2007 19 Prozent billiger
Einen weitaus deutlicheren Preisrutsch verzeichneten laut BRENNSTOFFSPIEGEL die Holzpellets. Ein höheres Angebot und zurückhaltende Nachfrage hätten mehrere Unternehmen zu Aktionsangeboten veranlasst. Dadurch ergab sich eine starke Spreizung der Preise, sowohl von Anbieter zu Anbieter als auch regional, von zirka 1.150 Euro bis 1.500 Euro (jeweils bei Abnahmemenge von 6,1 Tonnen, inkl. MwSt. und Einblaspauschlale). Zwischen dem niedrigsten Preis in Nordrhein-Westfalen und dem höchsten in Bremen bestand eine Differenz von rund 24 Prozent. Im Durchschnitt sanken die Preise für Holzpellets seit Januar 2007 um 19 Prozent und lagen im März bereits wieder etwa auf dem Jahresdurchschnitt von 2006. Die Branche rechnet damit, dass sich dieser Trend, wenn auch abgeschwächt, fortsetzt.
Den Preiserhebungen der BRENNSTOFFSPIEGEL-Redaktion liegen nach Angaben der Zeitschrift monatlich rund 1.400 Einzeldaten zugrunde. Dies liefere einen umfassenden und neutralen Überblick über die Entwicklung der Energiekosten für private Endverbraucher im deutschen Wärmemarkt.
Übersichtliche Diagramme mit Preisentwicklungen wichtiger Energieträger im deutschen Wärmemarkt nach Bundesländern gibt es unter www.brennstoffspiegel.de

15.04.2007 | Quelle: Ceto-Verlag GmbH | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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