Conergy baut Fertigungskapazität für Wärmepumpen in Güstrow aus

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Die Conergy Wärmepumpen GmbH, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der börsennotierten Conergy AG, verdreifacht mit dem neuen Werk in Güstrow ihre Produktionsfläche, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Durch die Gesamtinvestition von rund zwei Millionen Euro seien nun die Vorraussetzungen geschaffen worden, um die jährliche Produktion von Wärmepumpen zu vervielfachen. Dank der starken Nachfrage rechnet Conergy damit, die Produktion von rund 30 Megawatt (MW) im Jahr 2006 auf rund 70 MW in diesem Jahr zu erhöhen.
„Seit Mitte der 1990er Jahre stellen wir hier in Güstrow hochleistungsfähige Wärmepumpen her. Durch unsere kundennahen Vertriebskanäle in 24 Ländern werden wir das weltweite Marktpotential konsequent erschließen. Denn mit unseren Produktinnovationen sind wir in der Lage, unseren Kunden optimale Lösungen für sehr unterschiedlichen Wärmebedarf anzubieten“, so Jochen Freese, der zusammen mit André Schreier die Geschäfte der Conergy Wärmepumpen GmbH leitet.

Markt für Wärmepumpen: Massives Wachstum erwartet
Der Markt für Wärmepumpen hat sich in Deutschland im letzten Jahr verdoppelt und werde angesichts steigender Preise für Öl und Gas auch in den nächsten Jahren massiv wachsen, heißt es in der Pressemitteilung der Conergy AG. Aber auch andere Länder wie zum Beispiel Frankreich, Belgien, die Schweiz oder Großbritannien verzeichneten in den letzten Jahren starke Zuwachsraten. In der feierlichen Eröffnung vor mehr als 100 Gästen, zu denen der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Mecklenburg-Vorpommerns, Jürgen Seidel, gehörte, wurden auch die neuen Schulungsräume eröffnet. Auf rund 200 Quadratmetern erfahren die Kunden der Conergy aus dem Handwerk unter praxisnahen Bedingungen, wie sie die Wärmepumpentechnologie optimal installieren und im Vertrieb unterschiedlichen Kundengruppen anbieten.

Forschung und Entwicklung im neuen Werk ausgebaut
„Ein weiteres Highlight, das mit dem neuen Werk verwirklicht werden konnte, ist der Prüfstand für Großwärmepumpen. Hier werden extreme Betriebssituationen simuliert, um anschließend einen fehlerfreien Betrieb zu gewährleisten“, erläutert André Schreier. Die Weiterentwicklung der hochleistungsfähigen Luft-Wärmepumpen für Einfamilienhäuser geschieht zum Teil in einer hochmodernen Klimakammer, in der beispielsweise extreme Minustemperaturen simuliert werden können. Eine computergesteuerte Analyse weist die Leistungswerte bei unterschiedlichen Temperaturniveaus aus und gibt den Ingenieuren Aufschluss über die Wirkungsgrade einzelner Modelle. Ein zweiter voll elektronischer Prüfstand wird zurzeit gebaut.
Die Einsatzmöglichkeiten der Wärmepumpen aus Güstrow sind vielfältig: Neben der Warmwasserproduktion und Heizung, können sie im Sommer im Umkehrbetrieb auch kühlen. Einige Wärmepumpentypen verfügen optional über ein Zusatzmodul zur Abluftwärmerückgewinnung und Solar-Nutzung. Zahlreiche Projekte, die neue Wärmequellen nutzen, wie z.B. Abwasser oder Stauwärme, wurden bereits realisiert.

24.04.2007 | Quelle: Conergy AG | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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