BEE zur Klimaschutz-Regierungserklärung: Die Erneuerbaren können mehr als die Bundesregierung annimmt

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Die Branche der erneuerbaren Energien begrüßt die klaren Aussagen von Bundesumweltminister Gabriel zum Ausbau der erneuerbaren Energien im Rahmen der Regierungserklärung zum Klimaschutz vom 26.04.2007. Die Ziele, die Umweltminister Gabriel in der Regierungserklärung genannt hat, seien aber sehr konservativ errechnet worden, merkt der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) an. Schon heute lieferten erneuerbare Energien den größten Beitrag zur jährlichen Minderung von CO2-Emissionen in Deutschland, betont der BEE in einer Pressemitteilung. Erneuerbare Energien und Energieeffizienz seien die mit Abstand kostengünstigsten Wege, die Klimaerwärmung zu begrenzen, betont BEE-Geschäftsführer Milan Nitzschke.
Gleichzeitig stelle der Ausbau erneuerbarer Energien ein gewaltiges wirtschaftliches Potenzial dar. In diesem Jahr investiere die Branche 12 Milliarden Euro in Deutschland. Gleichzeitig betrage das Exportvolumen bereits 8,5 Milliarden Euro. Inzwischen hätten die erneuerbaren Energien etwa eine Viertelmillion Arbeitsplätze in Deutschland geschaffen.
Nitzschke: „Erneuerbare können mehr! Das Potenzial der Erneuerbaren Energien ist noch deutlich größer als die Bundesregierung es in ihrem Acht-Punkte-Plan darstellt.“ Bis zum Jahr 2020 könnten nach Berechnungen des BEE über 35 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien erzeugt werden. Bei der Wärmeversorgung sei es technisch und wirtschaftlich problemlos möglich, einen Erneuerbare-Energien-Anteil von 20 Prozent zu erreichen. Insgesamt könnten Strom, Wärme und Kraftstoffe aus erneuerbaren Energien bis 2020 etwa 150 Millionen Tonnen CO2 zusätzlich vermeiden – das entspreche mehr als der Hälfte der für das 40-Prozent-Minderungsziel erforderlichen 270 Millionen Tonnen.

Regenerativ-Wärmegesetz als Instrument für den Ersatz von Öl und Gas
Skeptisch bewertet der BEE die Aussagen zum Wärmegesetz für erneuerbare Energien in der Regierungserklärung. „Wir brauchen dringend ein effizientes Instrument, um erneuerbare Energien im Wärmebereich und damit den massiven Ersatz von Öl und Gas zu fördern. Bedingung dafür sind stabile rechtliche Rahmenbedingungen, die Investitionen in kleinere Hausanlagen ebenso ermöglichen wie in Großanlagen und Nahwärmenetze“, so Nitzschke. Erfasst werden müsse vor allem der Gebäudebestand, und zwar sowohl Mietwohnungen als auch Wohneigentum, im ländlichen Raum wie auch in den Städten. Maßnahmen, die vor allem auf Neubauten abzielten seien zwar zu begrüßen, griffen aber deutlich zu kurz, um das gewaltige Potenzial der Regenerativ-Wärme zu erschließen, so der BEE.

26.04.2007 | Quelle: BEE | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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