Raps-Rekord 2007: Rapsöl drängt auf den Kraftstoffmarkt

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Auf einer Fläche von mehr als 1,5 Millionen Hektar blüht derzeit in ganz Deutschland Raps. Das entspreche etwa 12 Prozent der gesamten Ackerfläche und mache deutlich, wie bedeutend der Rapsanbau für die heimische Landwirtschaft sei, so die Union zur Förderung von Öl- und Proteinpflanzen (UFOP) in einer Pressemitteilung. Die Ausweitung um 6,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr sei auch ein Zeichen dafür, wie erfolgreich sich die Märkte für Rapsöl entwickelt haben. Neben dem wachsenden Absatz von Rapsöl zur Ernährung sei es besonders der Kraftstoffmarkt, in dem sich Rapsöl eine feste Position erobert habe.
Biodieselproduzenten und Anbieter von Rapsölkraftstoff sähen die aktuelle Entwicklung auf dem Biokraftstoffmarkt jedoch zwiespältig, betont die UFOP. Einerseits sei sehr befriedigend, dass dem herkömmlichen Diesel heute per Gesetz 5 Prozent Biodiesel beigemischt werden müssen, was vor 20 Jahren noch als Utopie gegolten habe.

Steuergesetzgebung stoppt Biodiesel-Markt
Andererseits sorge die deutsche Steuergesetzgebung dafür, dass der über viele Jahre aufgebaute Markt für Biodiesel in seiner Entwicklung gestoppt werde. Besonders Betreiber von Nutzfahrzeugen hätten in den letzten Jahren verstärkt auf den „Diesel vom Feld“ gesetzt. Nicht zuletzt deshalb, weil dessen steuerliche Begünstigung zu einem wettbewerbsfähigen Preis beigetragen habe. Mit diesen Vorteilen habe die im Jahr 2006 eingeführte Besteuerung von reinem Biodiesel Schluss gemacht. Dadurch werde aus einem Vorteil spätestens Anfang 2008 ein echter Nachteil, wenn die nächste Stufe der Biodieselbesteuerung greife. Gleiches gelte auch für den Einsatz von reinem Pflanzenöl als Kraftstoff, für das ab 2008 ebenfalls steigende Steuersätze gelten werden. Nur ein Einlenken der Politik bei der Besteuerung und weiter steigende Dieselpreise könnten dazu führen, dass dies nicht geschieht, so die UFOP.

28.04.2007 | Quelle: UFOP e.V. | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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