Mit Hightech dem Klimawandel begegnen: Klimaforschungsgipfel legt konkrete Fahrpläne fest

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„Der aktuelle UN-Klimabericht macht deutlich, dass Klimaschutz machbar ist. Untätigkeit können wir uns nicht leisten! Der Preis dafür wäre um ein Vielfaches höher, als es kluge Investition in den Klimaschutz sind“, kommentierte Bundesforschungsministerin Annette Schavan den IPCC-Bericht, der am 4.Mai in Bangkok vorgelegt wurde. „Dazu brauchen wir Forschung und die richtigen Technologien, die den Ausstoß klimaschädlicher Gase in den entscheidenden Bereichen unseres Alltags und der Wirtschaft wirkungsvoll reduzieren“, so Schavan weiter. Der UN-Klimabericht nennt Energieversorgung, Verkehr, Gebäude, Industrie, Landwirtschaft, Forst- und Abfallmanagement als zentrale Sektoren.

Konkrete Technologien zum Klimaschutz, darunter Photovoltaik, künstliche Photosynthese und Wärmedämmung
„Auf dem Klima-Forschungsgipfel in Hamburg haben wir die richtigen Schritte unternommen und die Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft zusammengebracht, die umweltfreundliche Technologien entwickeln und implementieren können. Wir haben einen verbindlichen Prozess gestartet, der bis zum Herbst in einer Hightech-Strategie zum Klimaschutz mündet“, erläuterte Schavan. Vertreter aus Wissenschaft und Wirtschaft hätten dazu konkrete Technologien identifiziert. Dazu zählten zum Beispiel Photovoltaik, CO2-Abtrennung und Speicherung bei Kraftwerken mit fossilen Brennstoffen, emissionsarme Herstellungsverfahren der Materialwirtschaft, künstliche Photosynthese, Wärmedämmung in Gebäuden, neuartige Antriebstechnologien und Energiespeicher für Kraftfahrzeuge. Deutschland spiele bereits heute eine Vorreiterrolle bei der Entwicklung umweltschonender Produkte, Dienstleistungen und Verfahren. Mit der Hightech-Strategie will das Bundesforschungsministerium diese Rolle weiter stärken und deutsche Technologie auf diesen Gebieten zum Exportschlager machen.
Der UN-Klimabericht betont, dass viele Entwicklungsländer oft stärker vom Klimawandel betroffen sind als die Industriestaaten, obwohl sie pro Einwohner wesentlich weniger zu den Treibhausgasemissionen beitragen. „Wir haben in Europa auch Verantwortung für die Ärmsten der Armen. Auch hieran müssen sich unsere Anstrengungen messen lassen,“ sagte Schavan.

11.05.2007 | Quelle: BMBF – Bundesministerium für Bildung und Forschung | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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