Konferenz „München Erneuerbar“: 20 Prozent erneuerbare Energien bis 2020 als Mindestvorgabe

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Etwa 100 Teilnehmer aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik diskutierten am 2. Mai 2007 auf der Konferenz „München Erneuerbar“ lokale Strategien zur Energieversorgung der Zukunft“ Der SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Axel Berg forderte auf der Veranstaltung der energiewerk Stiftung ein Klimaschutzbündnis auf Münchner Ebene zu gründen, alle gesellschaftlichen Gruppen an einen Tisch zu bringen und die Münchner Bürger über Möglichkeiten zum Klimaschutz zu informieren. Stephan Schwarz, Geschäftsführer Technik und Versorgung der Stadtwerke München (SWM), präsentierte einen Fahrplan, um bis 2020 rund 20 Prozent der Energie aus erneuerbaren Quellen zu gewinnen und äußerte, dass der Ausstieg aus der Kernenergie ein „sehr erstrebenswertes Ziel“ sei.
Der Ausfall des Atomstroms könne jedoch nicht vollständig durch erneuerbare Energien ausgeglichen werden, weshalb der Einstieg in ein Kohle- oder Gasheizkraftwerk notwendig sei.
In der abschließenden Podiumsdiskussion stellte Dr. Kurt Mühlhäuser, Vorsitzender der SWM-Geschäftsführung fest, dass einen Anteil von 20 Prozent erneuerbare Energien zu erreichen, für die Stadtwerke München eher als Mindestziel zu sehen sei. Eine Studie des Öko-Instituts für die SWM, die Christof Timpe, Mitautor der Studie, vorstellte, bestätigte die Machbarkeit des SWM-Ziels bei hohem Einsatz von Biomasse. Dr. Harry Lehmann, Leiter des Klimaschutzbereichs beim Umweltbundesamt, begrüßte die Schritte, die bereits unternommen wurden und ermutigte die Münchner den eingeschlagenen Weg konsequent weiterzugehen. Die energiewerk Stiftung plant weitere Veranstaltungen, um den Dialog fortzuführen und zu intensivieren.

13.05.2007 | Quelle: energiewerk Stiftung | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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