Photovoltaik-Produzent ersol steigert operatives Ergebnis um 28 Prozent

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Die ersol Solar Energy AG (ersol) erzielte in den ersten drei Monaten dieses Jahres 26,1 Millionen Euro Umsatz, berichtet der Solarzellen-Hersteller in einer Pressemitteilung. Die Erlöse lagen damit nach Angaben des Unternehmens um 1,5 Prozent höher als im ersten Quartal des Vorjahres (2006: 25,7 Millionen Euro). Dieses moderate Wachstum sei zum einen darin begründet, dass ersol für die Erfüllung des im März geschlossenen Modulliefervertrags mit einer spanischen Projektgruppe Solarzellen auf Lager gehalten habe und zum anderen die externen Umsätze mit Solar-Wafern aufgrund der fortschreitenden Integration des Unternehmensbereichs in die Gruppe immer geringer würden. Die Umsatzerwartung zwischen 148 und 155 Millionen Euro für das laufende Jahr werde unverändert beibehalten.

Exportquote steigt auf über 50 %
Die regionale Verteilung der Umsätze zeige im Vergleich zum Vorjahr deutlich die zunehmende Unabhängigkeit der ersol vom deutschen Markt. Seien es im ersten Quartal 2006 noch 55,6 Prozent gewesen, die ersol in Deutschland absetzte, so habe sich diese Quote im Vergleichszeitraum dieses Jahres auf 45,7 Prozent verringert. Das operative Ergebnis (EBIT) konnte im Vergleich zum Vorjahr weiter gesteigert werden: Lag es im ersten Quartal 2006 noch bei 3,4 Millionen Euro, so stieg es im Berichtszeitraum um 28,1 Prozent auf 4,3 Millionen Euro. Die EBIT-Marge wuchs ebenfalls auf 16,5 Prozent an (2006: 13,1 Prozent).

Spanisches Photovoltaik-Projekt soll im zweiten Quartal 2007 einen deutlichen Umsatz- und Ergebnisbeitrag leisten
Nach Abschluss des ersten Quartals habe sich an der Gesamtjahresprognose von ersol nichts geändert, heißt es in der Pressemitteilung. Die Solarzellen und Module für das spanische Projekt würden voraussichtlich im zweiten Quartal 2007 zu einem deutlichen Umsatz- und Ergebnisbeitrag führen, da die Lieferungen seit April planmäßig erfolgten. Aus heutiger Sicht plant das Unternehmen weiterhin mit einem Umsatz zwischen 148 und 155 Millionen Euro und einem operativen Gewinn von rund 20 Millionen Euro für das Geschäftsjahr 2007. Nähere Angaben zu den Geschäftszahlen für das 1. Quartal 2007 liefert der Zwischenbericht zum 31. März 2007 auf der ersol-Internetseite.

Mehr als 500 Mitarbeiter produzieren Wafer, Solarzellen und -Module
Die ersol Solar Energy AG produziert und vertreibt siliziumbasierte Photovoltaik-Produkte. Die Gruppe besteht aus den Unternehmensbereichen Silicon, Wafers, Solar Cells und Modules. Mit einem Umsatz von 128 Mio. Euro für das Geschäftsjahr 2006 zählt das Thüringer Unternehmen zu den führenden in der Solarstrombranche. Seit dem 30. September 2005 im Prime Standard der Frankfurter Börse gelistet, wurde die junge ersol Aktie bereits am 19. Dezember 2005 in den TecDAX aufgenommen. Derzeit beschäftigt die ersol Gruppe nach eigenen Angaben mehr als 500 Mitarbeiter. Primäres Ziel des Unternehmens ist es, sich als Hersteller mono- und multikristalliner Silizium-Solarzellen weiter zu etablieren und überproportional am erwarteten Wachstum der Photovoltaik-Branche teilzuhaben.

Solarmodul-Fertigung in Shanghai
Seit Anfang 2006 liefert das Unternehmen einen Teil seiner Solarzellen zur Herstellung von Solarmodulen an das Joint Venture Shanghai Electric Solar Energy Co. Ltd. (SESE), an dem die ersol Gruppe zu 35% beteiligt ist. Der Vertrieb dieser in geringem Umfang produzierten Photovoltaikmodule wird zum Teil über das Unternehmenssegment Modules abgewickelt. Zu diesem Bereich soll künftig auch die für 2009 geplante eigene Modulproduktion gehören.

15.05.2007 | Quelle: ersol Solar Energy AG | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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