Umweltfreundliche Technik für Kälteanlagen gewürdigt: „CyberOne“-Award für Bondorfer MAKATEC GmbH

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Die MAKATEC GmbH aus Bondorf wurde für ihre Kälte- und Klimatechnik am 15.05.2007 mit dem Technologiepreis „CyberOne“ ausgezeichnet. Der Preis ist der wichtigste Technologie-Award im Südwesten, so die Wirtschaftsinitiative „Baden-Württemberg: Connected“ (bwcon), die den „CyberOne“ seit 1998 vergibt. Überreicht wurde die Auszeichnung von Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU). Makatec produziert und vertreibt innovative Systeme und Komponenten für die Kälte- und Klimatechnik sowie für Wärmepumpen. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) hat die Entwicklung dieser Technik mit 284.000 Euro gefördert.
„Schließlich verbrauchen die Makatec-Apparate deutlich weniger Energie als Kompressionskälteanlagen. Absorptionskältemaschinen sind damit nun auch mit Blick auf die Investitionskosten wettbewerbsfähig“, erklärt DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde. Entwickelt wurde die umweltschonende Technik vom Gründer der MAKATEC GmbH zusammen mit dem Berliner Unternehmen Mattes Engineering und den Wissenschaftlern am Institut für Technische Thermodynamik und Thermische Verfahrenstechnik (ITT) der Universität Stuttgart. Das junge Unternehmen Makatec hat nun die Weiterentwicklung und Vermarktung aufgenommen.

Membranabsorptionskälteanlagen können fast vollständig mit Solarwärme betrieben werden
„Die Membran-Absorptionstechnik hat gegenüber konventionellen Techniken für Kälte-, Klima- und Heizungsanlagen zahlreiche Vorteile“, so Dr.-Ing. Thomas Weimer, Geschäftsführer von Makatec. Die Geräte würden deutlich kleiner und kostengünstiger. Außerdem reagierten sie weniger empfindlich auf Erschütterungen als bisherige Modelle. Deshalb seien sie nicht nur in Gebäuden einsetzbar, sondern auch in LKW, Yachten oder Wohnmobilen. „Klimaanlagen mit dieser Technik können außerdem im Gegensatz zu den bisher weit verbreiteten elektrisch betriebenen Kompressionskälteanlagen fast vollständig mit Abwärme und solarer Beheizung betrieben werden. Sie arbeiten dann praktisch ohne nennenswerten Einsatz von Elektroenergie oder Brennstoffen. Das bedeutet, dass weniger Rohstoffe verbraucht und auch die Lärm- und Schadstoff-Emissionen deutlich verringert werden,“ ergänzt DBU-Experte Dr.-Ing. Jörg Lefèvre.

16.05.2007 | Quelle: DBU | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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