Europäischer Geothermie-Kongress zur Energie aus Europas Untergrund

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Die Strahlung der Sonne als Energiequelle kann direkt genutzt werden (Solarthermie und Photovoltaik) oder über Umwege wie den Wind, die Biomasse und die Wasserkraft. Auch die Erde strahlt ständig Wärme ab. 99 % des Erdinnern sind heißer als 1.000 °C und 99 % des Rests immerhin noch wärmer als 100 °C. An manchen Stellen, etwa in Island, ist die kältere Schale, auf der wir leben, besonders dünn. Doch überall im Untergrund ist Wärmeenergie zu finden, die mit der richtigen Technologie nutzbar wird. Auf unserem Kontinent geschieht das schon lange und für die unterschiedlichsten Zwecke: In Thermalbädern, Kraftwerken, Fernwärmenetzen, in der Landwirtschaft und im Gartenbau, zum Heizen und Klimatisieren einzelner Gebäude, im Einfamilienhaus oder Industriebetrieb – Die Geothermie zeigt viele Talente. Der weltweit erste geothermische Strom ließ bereits 1904 in Italien die Möglichkeiten dieses Energieträgers aufleuchten. Heute sind rund um den Globus über 9.000 Megawatt Kraftwerksleitung installiert. Bis 2010 werden einige Tausend MW hinzukommen. Mit fast 30.000 MW trägt die saubere Energie aus der Tiefe zu einer das Klima und die Ressourcen schonenden Wärmeversorgung bei.

In Deutschland steht für 2007 die Fertigstellung von drei neuen kleinen Kraftwerken an. Sie sind laut GtV-BV die Speerspitze einer Entwicklung, welche die Karten unter den erneuerbaren Energieträgern im Lande neu mischen werde
Nicht nur Island oder Italien bauen jetzt geothermische Kraftwerke. Neue Technologien, die es ermöglichen, auch Temperaturen zwischen 100 – 200 °C zur Verstromung zu nutzen, haben die Brandbreite der Möglichkeiten beträchtlich erweitert, berichtet die Geothermische Vereinigung e.V. – Bundesverband Geothermie (GtV-BV). Österreich sei schon 2000 in die Stromliga aufgestiegen, die erste ungarische Anlage werde in zwei Jahren an das Netz gehen. Auch in anderen Ländern werde geplant und entwickelt. Die Geothermie soll in Zukunft einen bedeutenden Beitrag zur Entschärfung des Klimaproblems leisten können. In Deutschland steht für 2007 die Fertigstellung von drei neuen kleinen Kraftwerken an. Sie sind laut GtV-BV die Speerspitze einer Entwicklung, welche die Karten unter den erneuerbaren Energieträgern im Lande neu mischen werde. Ein guter Grund, die zentrale Veranstaltung der europäischen Geothermie in diesem Jahr nach Deutschland zu holen, den „European Geothermal Congress EGC2007“. Eine dieser Anlagen entsteht gegenwärtig in Unterhaching bei München. Der Austragungsort sei also mit Bedacht gewählt worden betont die GtV-BV.
Träger der Kongresse ist die International Geothermal Association IGA. Ihr europäischer Zweig sowie der GtV-BV, das European Geothermal Energy Council, die Geothermischen Vereinigungen der Schweiz, Serbiens und Mazedoniens bilden 2007 die Gruppe der Veranstalter. Die organisatorische Durchführung liegt beim GtV-BV. In Unterhaching werden zirka 250 Teilnehmer aus allen Regionen Europas erwartet, aus Forschung, Entwicklung und Wirtschaft. Der Kongress wird durch eine Fachausstellung begleitet. 22 Stände von Unternehmen und Organisationen geben einen Einblick in das weite Spektrum der technischen und wirtschaftlichen Entwicklung. Tagungsort des EGC2007 ist die Unterhachinger Generali-Sportarena am Utzweg. Der Kongress beginnt am 30.05.2007 um 10:00 Uhr mit einer Eröffnungsveranstaltung. Das Bundesumweltministerium ist durch seine Parlamentarische Staatssekretärin Astrid Klug vertreten, das Bayerische Staatsministerium für Umwelt durch Staatssekretär Dr. Otmar Bernhard.
Weitere Informationen und das Kongressprogramm unter: www.egc2007.de

20.05.2007 | Quelle: Geothermische Vereinigung e.V. – Bundesverband Geothermie | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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