Forschungszentrum Jülich präsentiert Dünnschicht-Photovoltaik auf der Messe ECOTEC

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Solarzellen erzeugen umweltfreundlichen und sauberen Strom aus Sonnenlicht, doch noch behindert der relativ hohe Preis ihren großflächigen Einsatz. Forscher aus Jülich entwickeln deshalb Solarzellen aus extrem dünnen Schichten, die teures Silizium einsparen und so die Kosten entscheidend reduzieren können. Parallel zur europäischen Umweltministerkonferenz stellt das Forschungszentrum Jülich auf der Messe ECOTEC 2007 seine industriereife Entwicklung vom 1. bis 3. Juni vor (Halle 5, Stand B11). Preiswerte Solarzellen entstehen im Forschungszentrum Jülich aus zwei neuen Arten von Silizium: amorphem und mikrokristallinem. In der Jülicher Tandem-Solarzelle werden beide Materialien kombiniert, so dass sie sich optimal ergänzen.
Zusätzlich helfen die rauen und hochreflektierenden Grenzflächen zwischen den Schichten, das Licht optimal einzufangen und in Strom umzuwandeln.

Neue Solarzellen für die industrielle Produktion
Die eigentliche photoaktive Schicht ist nur einige Mikrometer dick und beträgt damit nur ein hundertstel der bestehenden Solarwafer-Technik. Einerseits spart man teures Silizium, andererseits lassen sich kostengünstige Trägermaterialen wie Kunststoff- oder Metallfolien einsetzen. Zudem werden selbst großflächige Solarzellen in einem Arbeitsschritt hergestellt. Vom Material bis zum industriellen Produktionsprozess entwickeln Jülicher Forscher die Technik für diese neuartige Solarzelle. Mittlerweile nutzen fast alle Unternehmen der Solarbranche das Know-How aus Jülich. Die Q-Cells-Tochter Brilliant 234 baut zurzeit eine Pilot-Fabrik mit Jülicher Dünnschicht-Technologie in Sachsen-Anhalt. Ebenso nutzen Applied Materials, Schott Solar und andere für ihre Fertigungsstraßen Technologie aus Jülich.
Weitere Informationen: http://www.fz-juelich.de/ief/ief-5/
Mehr Informationen zur ECOTEC: http://www.ecotec2007.eu

01.06.2007 | Quelle: Forschungszentrum Jülich | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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