Leistungsschau kommunaler Klimaschutz-Projekte

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Derzeit wird mehr geredet über Klimaschutz denn je. Aber was wird eigentlich getan? Dieser Frage widmeten sich in Frankfurt/M. Vertreter von Städten und Gemeinden auf dem Kongress „Gute Beispiele für den kommunalen Klimaschutz“ am 24. Mai 2007. Die von der Deutschen Umwelthilfe e. V. (DUH) organisierte Veranstaltung bot engagierten Kommunen Gelegenheit, eigene Projekte vorzustellen und zu diskutieren. Erfolgsrezepte zur Kraft-Wärme-Kopplung und Nutzung der erneuerbaren Energien, die Siedlungsentwicklung, Vorhaben zum Energiesparen und im Verkehr wurden präsentiert und zeigten beispielhaft wie Klimaschutz auf kommunaler Ebene praktisch umgesetzt werden kann. Sowohl größere Städte als auch kleinere Gemeinden leisten auf vielen Gebieten einen wichtigen und sehr handfesten Beitrag zur Realisierung der nationalen Klimaschutzziele.
Ob ein Holzhackschnitzelheizwerk errichtet wird, kommunale Gebäude energetisch saniert werden, ein Baugebiet nach ökologischen Kriterien ausgewiesen oder der Umweltverbund im kommunalen Verkehrskonzept besonders gefördert wird – für Städte und Gemeinden gibt es vielfältige Möglichkeiten Gutes für den Klimaschutz zu tun. Der Kongress bot die Gelegenheit, sich über intelligente und kreative Projektideen zu informieren und über die Perspektiven im kommunalen Klimaschutz auszutauschen.

Klimaschutzaktivitäten zahlen sich auch finanziell aus
„Wir müssen überlegen, wie wir die hohe Qualität, die in einigen Städten und Gemeinden schon erreicht wird, in die Breite bringen. Man sollte stärker hervorheben, dass kommunaler Klimaschutz eine sehr kosteneffiziente Sache ist. Klimaschutzaktivitäten sollten daher für alle Städte und Gemeinden gefordert und zugleich ausreichend gefördert werden“, erklärte der Frankfurter Verkehrsdezernent und Stadtrat Lutz Sikorski. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Kongresses diskutierten bestehende Hemmnisse im kommunalen Klimaschutz und Möglichkeiten zu ihrer Überwindung. Viel zu wenig Beachtung fände immer noch die Tatsache, dass die Realisierung eines Großteils der Projekte und Maßnahmen sich per Saldo auch finanziell auszahlten – für die Kommunen selbst und ihre Bürgerinnen und Bürger. In vielen Fällen sei konkreter Klimaschutz heute sehr kosteneffizient, weil er teure Energie einspart.
„Die vorgestellten Projekte zeigen: Es gibt die Vorbilder. In einer Reihe von Städten und Gemeinden wird schon heute großartiges geleistet für den Klimaschutz. Trotzdem müssen wir noch viel mehr kommunales Engagement gewinnen, wenn den schlimmsten Folgen der globalen Erwärmung wirksam begegnet werden soll. Die Aktivitäten der Deutschen Umwelthilfe sollen dazu beitragen, gute Klimaschutzprojekte zu ermitteln, sie bekannt zu machen und so zur Nachahmung anzuregen“, so Isabelle Franzen-Reuter, Leiterin Kommunaler Umweltschutz bei der DUH.
Vorbildliche Konzepte, die im letzten Jahr im Rahmen des DUH-Wettbewerbs „Bundeshauptstadt im Klimaschutz“ zusammengetragen und ausgezeichnet wurden, sollen in Kürze in einer eigenen Broschüre veröffentlicht werden. Das Projekt „Bundeshauptstadt im Klimaschutz“ wird gefördert von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und der Klimaschutzinitiative CO2NTRA der Saint-Gobain Isover G+H AG. Weitere Informationen erhalten unter www.klimaschutzkommune.de.

02.06.2007 | Quelle: DUH | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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