Umwelttechnologie-Atlas wirbt für „Greentech made in Germany“

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Die Umwelttechnologie entwickelt sich zum Wachstumsmarkt der Zukunft. Im Jahr 2020 werde die Umwelttechnologie-Branche in Deutschland mehr Umsatz erzielen als der Kraftfahrzeug- oder Maschinenbau, berichtet das Bundesumweltministerium (BMU) in einer Pressemitteilung. Der Anteil der Umwelttechnik an der gesamten deutschen Industrieproduktion werde im Jahr 2030 auf 16 Prozent steigen, das entspreche einer Vervierfachung gegenüber 2005. Das gehe hervor aus dem neuen Umwelttechnologie-Atlas für Deutschland, den Bundesumweltminister Sigmar Gabriel am 30.05.2007 in Berlin vorgestellt hat.
Die Studie basiert auf einer Befragung von 1.500 Unternehmen und 250 Forschungseinrichtungen, welche die Unternehmensberatung Roland Berger im Auftrag des BMU durchgeführt hat.

Deutsche Unternehmen sind auch in der Umwelttechnik Exportweltmeister
„Die globalen Herausforderungen wie Klimawandel oder Wasser- und Rohstoffknappheit können nur gelöst werden, wenn neue Technologien entwickelt und weltweit vertrieben werden. Deshalb ist eine leistungsfähige Umweltbranche so wichtig“, betonte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel. Deutschland sei auch in der Umwelttechnik Exportweltmeister. Im global boomenden Leitmarkt der Energieerzeugung beispielsweise halten deutsche Unternehmen laut Gabriel einen Weltmarktanteil von 30 Prozent, allein die Unternehmen dieses Segments erwarten ein Umsatzwachstum von 27 Prozent bis zum Jahr 2009. Die befragten Unternehmen gingen davon aus, dass sie in den kommenden beiden Jahren 13 Prozent zusätzliche Mitarbeiter einstellen werden. „Ich kenne keine andere Branche mit einer so dynamischen Beschäftigungsentwicklung“, so Gabriel.
Die im Umwelttechnologie-Atlas dargestellten Märkte hatten laut Gabriel im Jahr 2005 ein Weltmarktvolumen von etwa 1.000 Milliarden Euro. Bis 2020 werde sich der Umsatz der Umweltindustrien voraussichtlich auf 2.200 Milliarden Euro mehr als verdoppeln. Umwelttechnologie sei schon lange keine Nischenbranche mehr sondern einer der wichtigsten Innovations- und Beschäftigungsmotoren der deutschen Volkswirtschaft. Das solle mit dem Umwelttechnologie-Atlas der Öffentlichkeit vorgestellt werden, der außerdem ein geeignetes Instrument darstelle, um weltweit für Umwelt-Dienstleistungen und -Produkte aus Deutschland zu werben.
Atlas bietet Marktanalyse und Orientierungshilfe
Im ersten Teil des Umwelttechnologie-Atlas werden sechs Leitmärkte analysiert, in denen sich ökonomische und ökologische Herausforderungen in besonderer Weise verknüpfen. Zudem werden die Entwicklung von Umsatz, Beschäftigung und Absatzmärkten untersucht und technologische Trends ebenso wie Forschungsschwerpunkte und Möglichkeiten der Zusammenarbeit dargestellt. Der zweite Teil liefert Profile von 400 Unternehmen und über 100 Forschungsinstituten. Dem schließt sich ein Verzeichnis mit Adressen von Unternehmen und Forschungseinrichtungen an. Der Umwelttechnologie-Atlas „Greentech made in Germany“ ist in deutscher und englischer Sprache erschienen im Franz-Vahlen-Verlag und kostet im Buchhandel 29 Euro.

03.06.2007 | Quelle: BMU | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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