Woche der Umwelt: Greenpeace stellt Solar-Kühlschrank und Umweltauto vor

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Bundespräsident Horst Koehler ist an innovativen
Konzepten zum Klimaschutz interessiert. Deswegen hat Koehler Greenpeace für den 5. und 6. Juni zur „Woche der Umwelt“ nach Schloss Bellevue eingeladen. Dort präsentieren die Umweltschützer zwei Ideen zum Schutz des Klimas. Mit dem PKW-Konzept SmILE und mit dem solar betriebenen Kühlschrank „SolarChill“ für Entwicklungsländer zeigt Greenpeace, wie man Sprit und Strom sparen kann. Zu der Veranstaltung, die zum dritten Mal stattfindet, werden rund 10.000 geladene Besucher erwartet. „Mit SmILE und SolarChill demonstriert Greenpeace auf den beiden wichtigen Gebieten Mobilität und Kältetechnik beispielhaft, in welche Richtung nachhaltige und innovative technische Entwicklung gehen muss.
Sie sind ressourcen- und klimaschonend, effizient und gleichzeitig bezahlbar“, sagt Wolfgang Lohbeck, Leiter des Bereichs Sonderprojekte bei Greenpeace. „SmILE und SolarChill zeigen beide, dass gerade in der Einfachheit Innovation und Zukunftsfähigkeit begründet sind“, so Lohbeck weiter.

Kältetechnik ohne Netzstrom und fossile Brennstoffe
„Solar Chill“ist der Name für die von Greenpeace initiierte und zusammen mit anderen Organisationen entwickelte Kältetechnik ohne klimaschädliche Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) und Fluorkohlenwasserstoffe (FKW), ohne Netzstrom, ohne fossile Brennstoffe und ohne Batterien. Mit Solar Chill kann auch in Regionen mit unregelmäßiger oder fehlender Stromversorgung eine Kühlkette realisiert werden, beispielsweise für Impfstoffe. Bislang werden Impfstoffe überwiegend mit Kerosingeräten gekühlt. Schätzungsweise 100.000 solcher Geräte sind weltweit in Betrieb. Sie verbrauchen rund einen Liter Treibstoff pro Tag und stoßen jährlich bis zu rund 91.000 Tonnen Kohlendioxid aus. Zudem halten sie die erforderliche Kühltemperatur für Impfstoffe nicht konstant ein. Solar Chill kann Abhilfe schaffen.

3 Liter-Auto halbiert CO2-Ausstoß
Autos nach dem SmILE-Prinzip (Small, Intelligent, Light, Efficient) werden kompakt gebaut und mit intelligenter Technik betrieben, sie müssen leicht und effizient sein. Dieses technische Konzept erlaubt laut Greenpeace eine Halbierung des Spritverbrauchs bei den meisten Serienmodellen. Es funktioniere mit vorhandener Technik, ohne Mehrkosten und ohne Einbussen bei den Fahreigenschaften und der Sicherheit. Das SmILE-Prinzip hat Greenpeace schon 1996 erfolgreich mit dem Umbau eines serienmässigen Renault Twingo verwirklicht, der bei der Woche der Umwelt gezeigt wird. Das Fahrzeug hat in der Zwischenzeit mehr als 80.000 Kilometer bei Testfahrten zurückgelegt, der Durchschnittsverbrauch liegt laut Greenpeace bei 3 Litern auf 100 Kilometer. Das sind rund 50 Prozent weniger Spritverbrauch und CO2-Ausstoß als beim Serienmodell.

06.06.2007 | Quelle: Greenpeace e.V. | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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