Solarwärme zur Kühlung: Innovative Solar-Klimaanlage des HARIBO-Museums in Frankreich eingeweiht

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Diesmal begeisterte die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) keine Deutsche Schule, sondern ein Museum für Ihr „Solardachprogramm“. Im HARIBO-Museum in dem rund 50 Kilometer nordwestlich von Avignon gelegenen Ort Uzès wurde in diesen Tagen eine mit einer Absorptionskältemaschine gekoppelte Solarwärme-Anlage eingeweiht, die von der PHÖNIX SonnenWärme AG (Berlin) mit ihrer Tochter SK SonnenKlima GmbH errichtet wurde.
Insgesamt werden 829 Quadratmeter der Gesamtnutzfläche des Museums (1.113 Quadratmeter) gekühlt, was einem Volumen von 2.486 Kubikmetern entspricht. Um einen möglichst hohen Anteil regenerativer Kühlung und Heizung zu gewährleisten, bedient man sich zusätzlich des Brunnenwassers, das über das ganze Jahr mit 14° C anliegt. Das hydraulische Konzept wurde so entwickelt, dass die solaren Komponenten immer vorrangig ihre ganze Leistungskraft abgeben.

Solarkollektoren liefern Energie für Kühlung und Heizung
Die vom System erzeugte Kälte und Wärme wird über den Fußboden abgegeben. Die Anlage ist laut PHÖNIX SonnenWärme AG in der Lage, das Gebäude konstant auf einer Temperatur von höchstens 27° C zu halten, auch wenn die Außentemperatur 32° C übersteigt. Der Kühlprozess setze ein, sobald eine Raumtemperatur von 23° C erreicht wird. Die Wärme aus den Kollektoren wird auch für das Heizungssystem genutzt. Während der Heizperiode sollen tagsüber mindestens 20° C in den Räumlichkeiten sein. Die Solarkollektoren wurden auf einer eigens dafür geschaffenen Stahlkonstruktion vor dem Eingang installiert. So dienen sie den wartenden Besuchern gleichzeitig als Sonnenschutz.
Der Betrieb der Anlage ist verbunden mit einer Informationskampagne zur Solarenergienutzung sowie Schulungen für Vertriebspartner und wirbt vor Ort für die Qualität und Zuverlässigkeit von Solartechnologie „Made in Germany“. Die Demonstrations- und Referenzanlage unterstützt zusammen mit den Informations- und Marketingmaßnahmen den Marktausbau von PHÖNIX und Ihrer Tochter der SK SonnenKlima GmbH, deren Aufgabe seit 2006 die Weiterentwicklung der Absorptionskältemaschine mit dem Namen „suninverse“ ist.
„suninverse“ arbeitet mit dem Stoffpaar Wasser/Lithiumbromid. Die Rückkühlung erfolgt bei zirka 35 bis 45° C. Normalerweise geschieht dies über einen Rückkühlturm, da hier jedoch schon das kalte Brunnenwasser kostenlos als Backup vorhanden ist, wird über das Brunnenwasser rückgekühlt. In der Regel wird die Klimatisierung von März bis November erforderlich, mit Spitzenanforderungen im Juli, August und September. Zwischen der Kollektorfläche und der Kältemaschine beziehungsweise dem Verteilsystem für die Heizung, sind zwei gut isolierte Pufferspeicher von jeweils 1.500 Litern geschaltet, welche das schwankende Solarangebot glätten.
Schüler, Mitarbeiter und Besucher des HARIBO-Museums können sich über ein Display im Eingangsbereich sowie im Internet über die Solarthermieanlage informieren (aktuelle Leistung, Gesamtenergieertrag, CO2-Einsparung) unter http://www.solardach-frankreich.de.

09.06.2007 | Quelle: PHÖNIX SonnenWärme AG | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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