Tag der Energiespar-Rekorde zeigt Chancen der Gebäudesanierung

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Mit dem „Tag der Energiespar-Rekorde“ macht die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) am 16. Juni 2007 auf das große Potenzial der Gebäudesanierung für die deutsche Wirtschaft und den Klimaschutz aufmerksam. Mit dem Aktionstag will die dena die Modernisierungslust der deutschen Bauherren und Hausbesitzer wecken, denn allein mit Energieeffizienz im Gebäudebestand könne der jährliche Wärmebedarf von Häusern bis 2020 um 19 Prozent gesenkt und damit der Ausstoß von Kohlendioxid um 70 Millionen Tonnen reduziert werden.
Beispiele für energetische Sanierung sind die über 140 Zukunftshäuser des dena-Modellvorhabens „Niedrigenergiehaus im Bestand“, die am 16. Juni vorgestellt werden. „Energieeffizienz im Gebäudebestand kann von allen Verbrauchssektoren den größten Einzelbeitrag zum Klimaschutz leisten“ betont dena-Geschäftsführer Stephan Kohler. „Maßnahmen für die Verbesserung der Energieeffizienz von Gebäuden bergen außerdem ein immenses Potenzial für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Rund neunzehn Millionen Wohnungen stehen hier zu Lande in den nächsten Jahren zur Sanierung an. Wird Haus für Haus modernisiert, würden so über einen längeren Zeitraum zehntausende Arbeitsplätze jährlich entstehen und die Baubranche könnte sich über eine durchgreifende Belebung des Geschäfts freuen“, so Kohler weiter.

25.000 Arbeitsplätze pro investierter Milliarde Euro
Im Jahr 2006 wurden rund 265.000 Wohnungen und Eigenheime mit Darlehen der KfW Förderbank energetisch saniert. Kredite in Höhe von fast fünf Milliarden Euro wurden im Rahmen der energetischen Sanierung zugesagt und Investitionen in Höhe von 11 Milliarden Euro ausgelöst. Insgesamt konnten so rund 900.000 Tonnen Kohlendioxid-Ausstoß vermieden werden. Kohler aber reicht dies noch lange nicht: „Der Sanierungsstau der letzten Jahre löst sich erst allmählich auf. Wir wollen die Sanierungsquote deutlich steigern und gleichzeitig die energetische Qualität der Maßnahmen erhöhen.“ Hausmodernisierungen seien ein personalintensives Geschäft. Für bessere Wärmedämmung, den Einbau moderner Fenster und intelligenter Heizungstechnik würden versierte Architekten, Handwerker und Energieexperten gebraucht. Die Investition komme somit Betrieben in der Region zu Gute. Werde hingegen ein Neubau errichtet, entfalle der größere Teil der Investitionen auf das Baumaterial. Im Verhältnis zur Gesamtinvestition schaffe Modernisieren mehr Arbeitsplätze: Nach der bisherigen Erfahrung werden laut dena mit jeder investierten Milliarde Euro 25.000 Arbeitsplätze gesichert oder neu geschaffen. Gleichzeitig gingen Experten von einem Investitionsbedarf in Höhe von 30 bis 40 Milliarden Euro aus.

Information und Beratung am „Tag der Energiesparrekorde“
Am 16. Juni können deutschlandweit vorbildlich energetisch sanierte Objekte besichtigt werden, vom Einfamilienhaus der 60er Jahre über das Fachwerkhaus aus dem 17. Jahrhundert bis hin zum großen Plattenbau. Darüber hinaus können Interessierte sich informieren und beraten lassen bei zentralen Veranstaltungen in Hannover, Bochum, Darmstadt, Chemnitz, Augsburg und Konstanz. Die vollständige Liste aller an der Veranstaltung teilnehmenden Wohngebäude ist im Internet zugänglich unter der Internetseite www.energiespar-rekorde.de Per E-Mail besteht dort auch die Möglichkeit, sich unverbindlich für eine Besichtigung oder Führung anzumelden.

16.06.2007 | Quelle: dena | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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