City-Solar-Gruppe baut drei neue Solarstrom-Großkraftwerke in Spanien

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Die City-Solar-Gruppe baut ihre Anteile im spanischen Photovoltaik-Markt auf knapp 30 Prozent aus, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Parallel zum Bau des derzeit weltgrößten Solarstrom-Kraftwerks in Beneixama im Südosten Spaniens (Nennleistung 20 Megawatt peak (MWp) habe das Unternehmen mit Hauptsitz im rheinland-pfälzischen Bad Kreuznach in diesen Tagen mit einem Großinvestor Verträge über Photovoltaik-Großkraftwerke mit einer Gesamtleistung von 25,75 MW unterzeichnet.
Bis Anfang August sollen die letzten der 200 x 100 KWp-Anlagen in Beneixama an das Netz gehen. Das Projekt war der Einstieg der City-Solar-Gruppe in Spanien. „Und gleichzeitig auch der beste Türöffner für weitere Großprojekte“, betont Dr. Peer Piske, Leiter des City-Solar-Büros in Madrid. Die Solar-Kraftwerke in Mahora (15 MWp) und in Bonete (0,75 MWp), beide in der Provinz Albacete, baut City Solar mit einem selbst entwickelten nachgeführten Trackersystem – einem System, das vereinfacht gesagt nach dem Prinzip der Sonnenblume mit der Sonne wandert, um mehr Erträge zu erzielen. Die restlichen 10 MWp in Alconchel (Provinz Badajoz, nahe der Grenze zu Portugal) werden mit starren Photovoltaik-Komponenten ausgestattet.

22 Prozent Mehrertrag durch eigenes Nachführsystem
Nur ein knappes Jahr habe die Entwicklungsabteilung der City-Solar-Gruppe benötigt, jetzt seien die selbst entwickelten Tracker bereit für den ersten Großeinsatz in Spanien. City Solar setzt auf ein einachsig nachgeführtes System. Jeder Tracker besteht aus zehn City-Solar-Modulen vom Typ PQ 200, die bereits in Kraftwerken wie in Beneixama, Saarbrücken oder Sembach arbeiten. Die Tracker seien speziell für diesen Modultyp optimiert und acht Monate lang zahlreicher Belastungstests unterzogen worden. „Insgesamt rechnen wir mit einem Mehrertrag von mindestens 22 Prozent im Vergleich zu den starren Aufbauten“, erklärt Christof Lagaly, Kopf des Entwicklungsstabs.
Die ersten Tracker werden in einem kleinen Kraftwerk mit einer Nennleistung von 750 Kilowatt peak (kWp) in Bonete installiert, zirka 100 Kilometer nordwestlich von Alicante. Baubeginn ist bereits in diesen Tagen. Bei einer Globalstrahlung von mehr als 1.900 Kilowattstunden pro Quadratmeter wird das Kraftwerk laut City Solar zirka 1,4 Millionen Kilowattstunden Solarstrom pro Jahr produzieren.

7.000 Tracker in Mahora
Weitaus größere Dimensionen erreicht die ebenfalls nachgeführte 15-MW-Anlage in Mahora, nur 50 Kilometer nördlich von Bonete, die ab 1. September gebaut wird und bis spätestens Mitte 2008 fertig gestellt sein soll. Bei vergleichbarer Sonneneinstrahlung prognostiziert City Solar mit 7.000 Trackern und 70.000 Modulen eine Jahresproduktion von 28 Millionen Kilowattstunden. Das genüge, um den Bedarf einer Kleinstadt mit 11.200 Durchschnittshaushalten abzudecken. Dabei würden pro Jahr 28.000 Tonnen Kohlendioxid vermieden.
Nahe der Grenze zu Portugal und dem mittelalterlichen Ort Alconchel errichtet City Solar demnächst ein 10 MW starkes Solarkraftwerk. Dafür verwende das Unternehmen sein bewährtes, starres Gestellsystem und erreiche pro Jahr eine Produktion von 15 Millionen Kilowattstunden, heißt es in der Pressemitteilung. Das sei genug Strom, um 6.000 Durchschnittshaushalte zu versorgen.

Drei Solar-Kraftwerke vermeiden so viel CO2 wie 28.000 PKW produzieren
Laut der neuesten EU-Richtlinie darf ein PKW nicht mehr als 130 Gramm CO2 pro Kilometer produzieren. Addiert man die CO2-Vermeidung der drei neuen City-Solar-Kraftwerke in Spanien, entspricht dies nach Berechnungen des Unternehmens dem CO2-Ausstoß von zirka 28.000 PKW mit einer jährlichen Laufleistung von 10.000 Kilometern.

21.06.2007 | Quelle: City Solar AG | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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