Marokko: Solar-Kocher sollen aussterbenden Arganwald retten

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Der Bedarf an Brennholz zwinge Berberfrauen in Marokko dazu, Arganbäume zu fällen, berichtet das Unternehmen Mogador Arganöl & Arganölprodukte. Diese Bäume existieren seit über 80 Millionen Jahren und wachsen nur noch im Südwesten Marokkos auf 820.000 Hektar. Der Arganbaum trägt Früchte, die Samen enthalten, aus denen das „flüssige Gold Marokkos“ hergestellt wird, das Arganöl. Das Bevölkerungswachstum und der ständige Bedarf an Brennholz verhindern jedoch, dass der Baumbestand sich erneuert. Dies habe dramatische Folgen für das Gleichgewicht des Argangebiets und trage zur Verwüstung bei: der Arganhain verliere jedes Jahr bis 600 Hektar. Eine Rettungschance biete jedoch die Solarenergie. Mit Unterstützung der marokkanischen königlichen Stiftung Mohamed VI. für die Forschung und den Erhalt des Arganbaums, sowie der Association Essaouira-Mogador und der Stiftung Fondation CDG, hat die französische Firma Four Solaire Développement aus Mont-Louis Solarkocher für die Berberbevölkerung des Arganhains entwickelt.

Sonnenkocher statt Brennholz
Der Sonnenkocher ist eine gut isolierte Holzkiste mit einer inneren, geschwärzten Aluminiumwanne und einem Fenster mit Doppelverglasung. Durch den „Treibhauseffekt“ erhitzten sich Pfanne und Töpfe im Innern des Ofens langsam auf 120° bis 130° C. Nach zwei bis vier Stunden ist das Kochgut gar und dies ohne jede Überwachung. Ein Sonnenkocher ist eine saubere, autonome und unerschöpfliche Energiequelle. Er schützt nicht nur die Umwelt, sondern entlastet die Berberfrauen und ihre Kinder vom mühsamen täglichen Auflesen des Brennholzes.

Comics informieren über die solare Alternative
Die Stiftung Mohamed VI. leitete im Schuljahr 2006-2007 Projekte in den dortigen Schulen, um die Schüler für die Umweltprobleme zu sensibilisieren. Die Schüler lernten Sonnenkocher aufzubauen und zu handhaben. Außerdem gab die Stiftung Mohamed VI. eine Broschüre in Form eines Comicstrips in Französisch, Arabisch und der Sprache der Berber für die Schüler und deren Familien heraus. 1998 hat die UNESCO den Arganhain in Marokko zum Bioreservat erklärt und geschützt. Seit wenigen Jahren steige die Nachfrage nach Arganöl und Arganölprodukten, berichtet das Reutlinger Unternehmen. Die Pflanzung und Pflege des Arganbaumes seien für die einheimische Bevölkerung, welche den Arganhain intensiv pflegt, zunehmend interessant. Dipl. Biol. Mohamed Hassani, Geschäftsführer der Firma Mogador Arganöl & Arganölprodukte aus Reutlingen ist aktives Mitglied der Stiftung Mohamed VI., und vermarktet hochwertiges Arganöl und Naturkosmetik auf Arganölbasis. Weitere Informationen zu den Sonnenkochern und den aktuellen Projekten der Stiftung Mohamed VI. für die Forschung und den Erhalt des Arganbaums, sowie zum Arganbaum oder Arganöl sind erhältlich bei Mogador Arganöl & Arganölprodukte; Am Heilbrunnen 47; D-72766 Reutlingen; Tel 07121-486610; Fax: 07121-486625; E-Mail: info@argavital.de

24.06.2007 | Quelle: Mogador Arganöl & Arganölprodukte | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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