Solarzellen-Hersteller ersol betritt den Gigawatt-Bereich

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Die ersol Solar Energy AG (ersol; Erfurt) unterzeichnete am 27. Juni 2007 den in der Firmengeschichte des Thüringer Solar-Unternehmens bislang umfangreichsten Vertrag über die Lieferung von Silizium mit der Hemlock Semiconductor Corporation (HSC). HSC ist der weltweit größte Hersteller von Reinstsilizium für die Solar- und Halbleiterindustrie. Der Kontrakt werde ersol ab 2010 über zehn Jahre eine zusätzliche Produktionsmenge von insgesamt rund 1,8 Gigawatt Peak (GWp) ermöglichen, berichtet ersol in einer Pressemitteilung. Der Preis für das Silizium sei für die gesamte Vertragslaufzeit fest vereinbart worden.
Es sei vorgesehen, dass ersol Anzahlungen (so genannte „Downpayments“) von zweistelligen Millionen-Euro-Beträgen leistet, die später beim Bezug des Rohstoffs in Form einer Kaufpreisreduzierung angerechnet werden sollen.

Langfristlieferverträge sichern weiteres Wachstum
„Wir freuen uns über den Abschluss des nunmehr zweiten langfristigen Siliziumliefervertrags in diesem Jahr. Mit Hemlock zählen wir nicht nur einen etablierten Player im Siliziumgeschäft zu unseren Geschäftspartnern sondern auch den größten Produzenten des knappen Rohstoffs. Dieser große Vertrag ist ein toller Erfolg für unser Unternehmen“, so ersols Vorstandsvorsitzender Dr. Claus Beneking nach der Unterzeichnung. „Wir halten den Abschluss von Langfristlieferverträgen zur Versorgung mit Silizium unverändert für die richtige Strategie, um dem nach unserer Erwartung anhaltenden Rohstoffengpass zu begegnen und das weitere Wachstum bestmöglich zu sichern“, erläutert Jürgen Pressl, der für die Silizium und Solar-Wafer zuständige ersol Vorstand die Sichtweise des Thüringer Photovoltaik-Unternehmens.

Material ermöglicht ab 2010 eine zusätzliche Produktion von rund 1,8 Gigawatt-Peak
Die Siliziummengen von HSC ermöglichen ersol den Start für die weiteren Ausbautätigkeiten über die bereits bis Ende 2008 prognostizierten 220 MWp im kristallinen Bereich hinaus. „Rund 500 MWp Nominalkapazität in 2012 sind für uns somit in greifbare Nähe gerückt“, blickt Beneking in die Zukunft. Die für den weiteren Ausbau nötigen Mittel möchte die ersol Gruppe unter anderem mit Hilfe einer Kapitalerhöhung um bis zu 10 Prozent aufbringen und hat ebenfalls heute mit Zustimmung des Aufsichtsrats eine Erhöhung des Grundkapitals der Gesellschaft um bis zu 1.847.048 Euro unter teilweiser Ausnutzung des genehmigten Kapitals beschlossen. Das Grundkapital der Gesellschaft wird hierdurch von 19.600.000 Euro auf bis zu 21.447.048 Euro durch Ausgabe von bis zu 923.524 neuen ersol Aktien gegen Bareinlagen erhöht.

Kapitalerhöhung und Platzierung von bis zu 10 Prozent des Grundkapitals
Die neuen Aktien werden den ersol Aktionären durch die Emissionsbank HSBC Trinkaus & Burkhardt AG in der Zeit vom 2. bis 17. Juli 2007 im Wege des mittelbaren Bezugsrechts angeboten. Den endgültigen Bezugspreis für die neuen Aktien will die ersol Solar Energy AG voraussichtlich am 12. Juli 2007 festlegen. Emissionspreis und Zuteilung der Aktien werden dann separat veröffentlicht. Das Bezugsverhältnis beträgt 10:1, d. h. für zehn gehaltene ersol Aktien kann eine neue Aktie erworben werden. Ein Handel der Bezugsrechte ist nicht vorgesehen. Etwaige nicht bezogene neue Aktien werden nach Ablauf der Bezugsfrist durch die Emissionsbank im Rahmen einer Privatplatzierung qualifizierten Anlegern angeboten.
Der Großaktionär Ventizz Capital Fund II LP hat laut ersol bereits zugesagt, entsprechend seinem Anteil am Grundkapital von ersol (50,41 Prozent) neue Aktien zu beziehen. „Diese Entscheidung unseres Mehrheitsaktionärs, der dadurch sein Bekenntnis zu ersol erneut unter Beweis stellt, hat uns sehr gefreut“, so Ekhard von Dewitz, ersols Finanzvorstand. „Die Kapitalerhöhung gibt uns den nötigen Spielraum zur anteiligen Finanzierung des weiterhin starken Wachstums in den nächsten Jahren und der zu leistenden Anzahlungen für die abgeschlossenen Siliziumlangfristverträge „, erklärt von Dewitz die Gründe für die Kapitalmaßnahme und richtet sich an die ersol Aktionäre: „Ich denke, die dadurch gewonnene Flexibilität ist gut für Ihr Unternehmen.“

Ungebrochen hohe Nachfrage nach Solarzellen „made in Erfurt“
Aber auch die ungebrochen hohe Nachfrage gebe den Wachstumsplänen des PV-Unternehmens recht. ersol habe schon in den letzten Wochen gezeigt, dass der Vertrieb der leistungsstarken Solarzellen „made in Erfurt“ weiterhin sehr gut laufe. Über den Verkauf der Produkte, die aus dem neuen Hemlock-Material prozessiert werden, werde bereits mit Interessenten aus allen Teilen der Welt verhandelt. „Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir unsere Erfolge auf der Einkaufsseite auch auf der Verkaufsseite unter Beweis stellen können und rechnen mit vergleichbaren Resultaten wie schon bei den Vertragsabschlüssen in den Wochen davor“, so Beneking abschließend.

27.06.2007 | Quelle: ersol Solar Energy AG | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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