Solar-Förderung: BAFA Zuschüsse auch für Sonnenkollektoren mit mehr als 40 m² auf Ein- und Zweifamilienhäusern

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Das Bundesumweltministerium (BMU) hat die Förderbedingungen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) dahingehend präzisiert, dass nun wieder Solarwärmeanlagen auf Ein- und Zweifamilienhäusern mit mehr als 40 Quadratmetern Kollektorfläche gefördert werden. Das berichtet das Sonnenhaus-Institut e.V. (Straubing) in einer Pressemitteilung. Der Zuschuss sei allerdings auf die ersten 40 m² begrenzt, teilte Cornelia Viertl, Referentin für Solarenergie und Geothermie im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, dem Sonnenhaus-Institut mit. Die geänderte Förderung sei bereits gültig. Auch Hausbesitzer, die in diesem Jahr bereits gebaut und noch keinen Antrag gestellt haben, könnten den Zuschuss nachträglich beantragen.
In dem im Januar novellierten Marktanreizprogramm (MAP) waren Solarwärme-Anlagen mit über 40 m² Kollektorfläche nicht förderfähig. Deshalb wurde im Mai 2007 das Programm „Erneuerbare Energien“ der KfW für Anlagen mit einer Kollektorfläche von mehr als 40 m² neu aufgelegt. Dies gilt jedoch nur für Gebäude ab drei Wohneinheiten. Die KfW fördert damit große solarthermisch thermische Anlagen mit bis zu 30 % Investitionszuschüssen und zinsgünstigen Krediten.

Cornelia Viertl: BMU will Marktsegment großer Solaranlagen erschließen
„Wir wurden recht schnell von den Herstellern von Sonnen- und Solarhäusern und anderen Interessensvertretern wie dem Sonnenhaus-Institut auf die Lücke beim Ein- und Zweifamilienhaus aufmerksam gemacht“, sagt Viertl. Das BMU habe diese Häuser nicht ausgrenzen wollen. „Im Gegenteil, wir wollen das neue Marktsegment großer Solaranlagen mit einer verbesserten Förderung ja gerade erschließen“, betont die BMU-Referentin.

Solar-Unternehmen trugen zur Änderung der BAFA-Förderung bei
Um auf den unglücklichen Umstand aufmerksam zu machen, hatte das Sonnenhaus-Institut Cornelia Viertl zu einem mehrstündigen Informationsgespräch nach Niederbayern eingeladen. Gemeinsam mit dem Sonnenhaus-Architekten und 1. Vorsitzenden Georg Dasch, Helmut Jäger, Geschäftsführer von Solvis und Vorstandsmitglied des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW) sowie dem Solarfachmann Wolfgang Hilz besuchte Viertl am 1. Juni das Sonnenhaus Diergardt in Straubing. Das Einfamilienhaus wird mit 60 m² Sonnenkollektoren zu 70 % solar beheizt. Aus dem Kreise des Sonnenhaus-Instituts heraus wurden um die 100 Häuser realisiert, die zu mindestens der Hälfte solar beheizt werden. Mit dem „Energetikplushaus“ ist auch das sächsische Unternehmen Solifer seit 2005 auf dem Gebiet aktiv. Auch Geschäftsführer Timo Leukefeld habe durch Gespräche und Informationen zu der Änderung in der BAFA-Förderung beigetragen, berichtet Cornelia Viertl.
Peter Rubeck, Geschäftsführer des Sonnenhaus-Instituts, begrüßt die Änderung. „Die Handbremse wurde wieder gelöst. Sonnenhäuser sind wieder förderfähig. Allerdings muss noch kräftig nachgelegt werden“, sagt Rubeck. Cornelia Viertl war von dem Sonnenhaus Diergardt in Straubing begeistert. „Ein wunderschönes Haus mit einer tollen Atmosphäre“, so ihr Kommentar. Nähere Informationen über das Sonnenhaus-Bau- und Heizkonzept gibt es unter http://www.sonnenhaus-institut.de oder telefonisch unter 0700 / 70 10 90 10 (12 ct./min.).

28.06.2007 | Quelle: Sonnenhaus-Institut e.V. | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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