Landwirtschaft setzt verstärkt auf Solarwärme

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Der Einsatz der Solarthermie in der Landwirtschaft birgt in vielen Bereichen erhebliches Einsparpotenzial. „Wichtig sind dabei vor allem innovative Lösungen, die speziell auf die Bedürfnisse der Landwirtschaftsbetriebe zugeschnitten sind“, sagt Inna Tereschenko, Vorstandsvorsitzende der BUSO Bund Solardach eG. Im hessischen Landkreis Waldeck-Frankenberg hat die Solargenossenschaft durch ihren Partner, die Werner Banze Wärmetechnik, auf Basis der BUSO-Solartechnik eine Anlage zur solarthermischen Getreidetrocknung entwickelt.
Im ersten Betriebsjahr habe die Heizölersparnis bei einem Vorjahresverbrauch von rund 2.500 Liter bereits bei 1.000 Liter gelegen. Der Landwirt schätzt, dass der Heizölbedarf bei entsprechender Witterung in den Sommermonaten auf Null sinken könnte.

100 Quadratmeter Kollektoren senken Heizölbedarf um 50 Prozent
Ein weiteres Beispiel für das Innovationspotenzial der BUSO-Solartechnik ist eine Anlage im niedersächsischen Fürstenau. Das Landwirtschaftsunternehmen betreibt eine Ferkelzucht mit 100 Sauen und 25 Abferkelplätzen, die ganzjährig beheizt werden müssen. Mit einer 100 Quadratmeter großen Kollektorfläche und einem 5.000 Liter fassenden Pufferspeicher, die durch den BUSO-Partner Santel GmbH & Co. KG projektiert wurde, konnte der Landwirt seinen Heizölbedarf von jährlich 12.000 Litern um 50 Prozent reduzieren. „Die hohen Energiekosten und die Futterpreise, die durch den stetig wachsenden Bedarf der Biogasproduzenten steigen, sind ein großes Problem“, erläutert Landwirt Theo Wessel seine Entscheidung. Gerade bei der Ferkelzucht mit ganzjährigem Wärmebedarf sei deshalb eine Solarwärmeanlage eine ideale Möglichkeit, die Kosten entscheidend zu senken und die Ferkelzucht rentabel zu betreiben.

09.07.2007 | Quelle: BUSO Bund Solardach eG | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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