Ultrahochspannung als Zukunft der Stromübertragung

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Nach Studien in den USA werde der weltweite Stromverbrauch von 15.400 Milliarden Kilowattstunden im Jahr 2006 auf rund 30.000 Milliarden kWh bis zum Jahr 2030 steigen, berichtet die International Electrotechnical Commission (IEC) in einer Pressemitteilung. Regierungen und Versorgungsunternehmen müssten deshalb schon heute planen, große Mengen elektrischer Energie effizient, preiswert und mit minimalen Auswirkungen auf die Umwelt zu liefern. Länder mit wachsender Bevölkerung und aufstrebende Ökonomien wie Brasilien, China und Indien würden einen enormen Bedarf an Elektrizität haben und der Herausforderung gegenüberstehen, große Strommengen an aus Kraftwerken in Städte zu transportieren, die Tausende von Kilometern entfernt sein können. Ultrahochspannung (UHV, ultra high voltage) verspreche, diese Herausforderung zu meistern, so die IEC.
UHV ermöglicht laut IEC die Stromversorgung von Städten, ohne die Anzahl an Stromübertragungsleitungen erhöhen zu müssen. In größer werdenden Städten, in denen der Strombedarf steige, der Raum für Stromübertragungsleitungen jedoch begrenzt ist, sei dies entscheidend, da hierdurch lediglich ein Stromleitungskorridor benötigt werde und nicht mehrere.

Herausforderungen: Zuverlässige der Ausrüstung und Stabilität der Übertragung
Die beiden in dieser Frage nach eigenen Angaben weltweit führenden Organisationen die Internationale Elektrotechnische Kommission (IEC) und der Internationale Rat für Große Elektrizitätsnetze (CIGRE) beschäftigten sich vom 18. bis 21. Juli auf einem Symposium in Peking mit den besten Wegen zur Entwicklung der Ultrahochspannung. Zu den Hauptthemen in Zusammenhang mit dieser Technologie zählten die Zuverlässigkeit der Ausrüstung (Schutz für Menschen) und die Stabilität (unterbrechungsfreie Stromversorgung bei Ausfall einer Leitung). Neue, auf Ultrahochspannung ausgelegte Transformatoren, Trennschalter, dazu gehörige Ausrüstung sowie Stromübertragungsleitungen müssen entwickelt werden, so das Fazit der IEC. Internationale Normen gebe es hierfür noch nicht, also müssen auch diese entwickelt werden, damit eine sichere und effiziente Nutzung dieser Technologie gewährleistet sei. Diese technische Herausforderung soll nun von der IEC und dem CIGRE angegangen werden.

28.07.2007 | Quelle: IEC; International Electrotechnical Commission | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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