Energieverbrauch: Minus bei Öl, Gas und Kernkraft; Windenergie-Zuwachs um 63 %

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Der Verbrauch an Primärenergieträgern sank in den ersten sechs Monaten des Jahres 2007 in Deutschland nach vorläufigen Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen um rund 8 Prozent auf etwa 233 Millionen Tonnen Steinkohleeinheiten (Mio. t SKE). Ursache für diese deutliche Veränderung sei der milde Witterungsverlauf, so die AGEB. Zuwächse verzeichneten im ersten Halbjahr die Windkraft (+ 62 %) sowie die Steinkohle (+ 1,2%). Die Stromerzeugung aus Wasserkraft verringerte sich um rund 5 Prozent, die aus Windenergie stieg um mehr als 60 Prozent aufgrund der außergewöhnlichen günstigen Windverhältnisse. Der Beitrag aller erneuerbaren Energien zum Primärenergieverbrauch des ersten Halbjahres erreichte 6,7 Prozent.
Die Konjunkturentwicklung und das Energiepreisniveau hatten dagegen laut AGEB nur geringen Einfluss auf die Verbrauchsentwicklung. Laut AGEB verringerte sich der Verbrauch von Mineralöl im ersten Halbjahr um rund 10 Prozent. Außer den Flugkraftstoffen verzeichneten alle Mineralölprodukte ein Minus, das beim leichten Heizöl mit etwa 40 Prozent besonders kräftig ausfiel.

Der Erdgasabsatz lag um 18,5 Prozent unter dem Vorjahreswert. Witterungsbedingt ging der Verbrauch an Heizgas bei den privaten Haushalten überdurchschnittlich um etwa ein Viertel zurück. Der Verbrauch an Steinkohlen erhöhte sich leicht um rund 1 Prozent infolge einer erhöhten Nachfrage der Eisen- und Stahlindustrie. Die geringere Verfügbarkeit der inländischen Braunkohlenkraftwerke verringerte den Beitrag der heimischen Braunkohle zur Energiebilanz um 1,4 Prozent. Bei der Kernkraft kam es zu einem Minus von 12,5 Prozent.

10.08.2007 | Quelle: AGEB | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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