Reithalle mit über 600 Photovoltaik-Modulen auf Nord- und Süddach eingeweiht

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Der Reit- und Fahrverein Weil der Stadt (Landkreis Böblingen) hat 02.08.2007 eine Solarstromanlage mit einer Gesamtleistung von 135 Kilowatt (kWp) eingeweiht. Installateur und gleichzeitig Betreiber, der Anlage ist die Firma Diebold Voltaik, deren Junior-Chef Christian Diebold sich mit Unterstützung der Centrosolar-Gruppe, welche die Module für das Projekt lieferte, für eine Doppellösung entschieden hat. “Auf der Südseite des Dachs haben wir klassische kristalline Module installiert. Für die Nordseite sind Dünnschichtmodule die bessere Lösung”, erklärt Diebold. Dünnschichtsysteme hätten gegenüber kristallinen Photovoltaik-Modulen den Vorteil, dass sie sich aufgrund der zugrunde liegenden “Triple-Junction Technology” auch bei Norddächern oder geringen Dachneigungen rentierten, betont Diebold.
Die Anlage auf der Reithalle hat eine Gesamtgröße von 135 kWp. Die Südseite fasst 468 polykristalline Module der Serie “SL 180 P 6“ von Solarstocc mit einer Gesamtleistung von 84,24 kWp.

Module und Wechselrichter der Centrosolar-Gruppe
Auf dem Norddach, das eine Neigung von 15 Grad hat, wurden 187 Module vom Typ “PV Plate” von Biohaus direkt auf das Trapezdach verschraubt. “Ein Montagesystem ist hier unnötig”, freut sich Diebold. Die über fünf Meter langen Plates bringen eine Gesamtleistung von 50,86 kWp auf einer Fläche von 922 Quadratmetern. Als Wechselrichter hat Diebold die Marke Powerstocc von Solarstocc gewählt. Alle Module und Wechselrichter kommen aus der Centrosolar-Gruppe, zu der Biohaus und Solarstocc gehören. Die Installation der kompletten Anlage sei in drei Wochen erledigt worden. Die Module der Südseite sind am 4. Juli 2007 an das Netz gegangen, die Nordseite folgte drei Wochen später. Neben Modulen und Wechselrichtern haben die Installateure 14.200 Meter Kabel verlegt.

Dünnschichtmodule auf der Nordseite
“Hier im Umkreis gibt es keine andere Photovoltaik-Anlage in der Größe. Seit wir die Anlage auf dem Dach haben, werden wir ständig darauf angesprochen”, berichtet Hans-Georg Reiner vom Reitverein. Von besonderem Interesse sei die Nordseite mit den Dünnschichtmodulen. Diese sind mit einer Dachlast von nur 9 kg/m² vergleichsweise leicht, so dass sie auch auf Dächern verlegt werden können, die aufgrund der Statik andere – schwerere – Module nicht zulassen. “Wir haben viele Kunden, die schon lange an einer PV-Anlage interessiert sind, bisher aber keine passende Lösung für ihr nur gering belastbares Dach gefunden haben. Mit unseren Dünnschichtsystemen können wir da helfen”, erklärt Ralf Zirkler, technischer Leiter von Biohaus. Außerdem haben Dünnschichtmodule einen geringeren Temperaturkoeffizienten als kristalline Module. Das heißt, dass im Sommer bei hohen Temperaturen ein besserer Ertrag erzielt wird.
Neben dem ökologisch produzierten Strom und der 20 Jahre garantierten Einspeisevergütung profitieren auch die Reiter in Weil der Stadt von den Solarmodulen: Seit die Module auf dem Dach sind, ist es in der Halle angenehm kühl und der Boden muss seltener gesprengt werden.

11.08.2007 | Quelle: CENTROSOLAR Group AG | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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