Solarthermie: SCHOTT-Rohrglas prüft Sonnenkollektoren

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Aufgrund von Sachschäden an einigen wenigen Solarwärmeanlagen auf den Dächern von Einfamilienhäusern, in denen es zum Glasbruch integrierter SCHOTT-Röhrenkollektoren gekommen ist, hat der Kollektorhersteller SCHOTT-Rohrglas umfangreiche Untersuchungen zur Ursachenermittlung eingeleitet. Ergebnisse lägen derzeit noch nicht vor, heißt es in der Pressemitteilung der SCHOTT-Rohrglas GmbH (Mitterteich). Aus Gründen der Vorsicht sei die Auslieferung weiterer Solar-Röhrenkollektoren vorübergehend ausgesetzt worden. Bei den geborstenen Röhrenkollektoren des Typs “ETC16 Vakuumröhrenkollektor” handle es sich um eine von SCHOTT-Rohrglas produzierte und zugelieferte Komponente, die in den bekannten Schadensfällen als Teil einer Solarthermieanlage des Heizungssystemanbieters Vaillant installiert wurde.
Als einer der weltweit führenden Hersteller von Spezialglasröhren sehe sich SCHOTT-Rohrglas höchsten Ansprüchen an Qualität und Sicherheit verpflichtet. Unmittelbar nach Bekanntwerden der Sachschäden habe SCHOTT-Rohrglas gemeinsam mit Vaillant die geborstenen Vaillant-Systeme vor Ort begutachtet und nehme derzeit eine umfangreiche technische Analyse der Schadensbilder vor. Es gelte, ein vielschichtiges, mehrstufiges System zu durchleuchten, an dem vom Hersteller über den Systemanbieter bis hin zum Monteur drei Stufen in der Vertriebskette beteiligt sind.

Auslieferung der Solar-Röhrenkollektoren vorübergehend eingestellt,
Darüber hinaus habe SCHOTT-Rohrglas den TÜV Süd als unabhängiges Prüfinstitut mit der Ursachenermittlung beauftragt. Obwohl es keine Indizien dafür gebe, dass die SCHOTT-Kollektoren als (Mit-)Verursacher der Sachschäden in Betracht kommen, habe SCHOTT-Rohrglas aus Gründen der Sicherheit die Auslieferung seiner Solar-Röhrenkollektoren vorübergehend eingestellt. Sobald die Ergebnisse aus der unternehmensinternen sowie der externen Schadens- und Ursachenanalyse vorliegen, will SCHOTT-Rohrglas auf Basis der gesamten Faktenlage und im Rahmen seiner unternehmerischen Verantwortung darüber entscheiden, inwiefern qualitätssichernde Maßnahmen für weitere, bereits durch Heizungssystemanbieter in Gesamtsysteme verbaute Solar-Röhrenkollektoren zu erwägen sind.

Strenge Qualitätssicherung bei SCHOTT
Beim Betrieb einer Solarthermieanlage entsteht innerhalb einer Solar-Röhre ein Druck von maximal sechs bar. Die SCHOTT-Solarkollektoren sind laut Hersteller auf eine Belastbarkeit ausgerichtet, die wesentlich über dem Maximalwert von sechs bar liege. Den strengen SCHOTT-Qualitäts- und Sicherheitskontrollen entsprechend werde vor Verlassen des Werks jede einzelne Röhre eines Solarkollektors mit zehn bar Luft und jeder komplette Kollektor mit 25 bar und einem kalten Medium sowie mit zwölf bar und einem 160 Grad heißen Medium geprüft.

21.08.2007 | Quelle: SCHOTT-Rohrglas GmbH | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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