NABU: Klimapaket der Bundesregierung kommt zehn Jahre zu spät

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Der Naturschutzbund Deutschland bewertet das auf der Kabinettsklausur in Meseberg beschlossene Klimaschutzprogramm der Bundesregierung als unzureichend. “Die Eckpunkte wären ein Meilenstein zu mehr Klimaschutz – wenn sie vor zehn Jahren beschlossen worden wären”, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Die Bundesregierung habe sich jetzt mit der verbraucherfreundlicheren Kohlendioxid-Kennzeichung von PKW und dem stärkeren Ausbau der erneuerbaren Energien auf Maßnahmen geeinigt, welche der NABU schon vor Jahren angemahnt habe.
“Damals waren jedoch die Erkenntnisse zum Klimawandel noch unsicher. Angesichts der heute eindeutigen Hinweise auf die negativen Folgen der Klimaveränderungen und der Möglichkeiten, diese einzudämmen oder gar zu verhindern, ist das Programm unzureichend”, kritisiert Miller. Laut NABU fehlen nach wie vor weitergehende Maßnahmen wie eine höhere Maut für alle LKW, ein Tempolimit auf Autobahnen, eine Begrenzung der steuerlichen Absetzbarkeit von Dienstwagen mit hohem Kohlendioxid-Ausstoß sowie klare Vorgaben für energieeffiziente Geräte. Das alles sei bekannt und leicht umsetzbar, heißt es in der Pressemitteilung.
Man müsse keine hellseherischen Fähigkeiten besitzen, um sagen zu können, dass die immer deutlicher werdenden Folgen des Klimawandels und die steigenden Energiekosten die kommenden Regierungen in der nächsten Dekade dazu zwingen würden, die aktuellen Forderungen der Umweltverbände zusätzlich umzusetzen. “Dann jedoch haben wir wieder zehn entscheidende Jahre im Kampf gegen den Klimawandel verloren”, so Miller.

24.08.2007 | Quelle: NABU | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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