Solarstrom-Kraftwerk Göttelborn wird auf 8,4 Megawatt Leistung erweitert

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Bis Ende September wird das Photovoltaik-Kraftwerk in Göttelborn (Saarland) zur drittgrößten Solarstromanlage Deutschlands aufsteigen, berichtet die City Solar AG (Bad Kreuznach) in einer Pressemitteilung. Derzeit baue das Unternehmen die Nennleistung der Anlage von 4 auf 8,4 Megawatt peak (MWp) aus. Damit decke das Kraftwerk nach Fertigstellung den Strombedarf von rund 3.500 deutschen Durchschnittshaushalten. 1,2 Megawatt des zweiten Bauabschnitts seien bereits Anfang der 35. Kalenderwoche an das Netz gegangen. Die Erweiterung kostet laut City Solar 16,8 Millionen Euro. Finanziert werde sie über einen Solar-Fonds der Trend Capital mit Sitz in Mainz.

25.000 kristalline Module vom neuen Partner Canadian Solar
Das Panaroma in Göttelborn hat Symbolcharakter: Im Hintergrund das alte Steinkohlekraftwerk, im Vordergrund mehr als 50.000 Solarmodule, die völlig emissionsfrei Strom produzieren. “Ein sehr gutes Beispiel für die Wende hin zu Erneuerbaren Energien”, unterstreicht Stefan Kasterka von der City Solar AG. Er war bereits 2004 für den Bau der ersten 4 MW auf dem ehemaligen Absinkweiher der Grube Göttelborn verantwortlich und betont: “Dieser Standort ist nahezu ideal für ein Photovoltaik-Kraftwerk, denn der kühle Boden kommt der Leistung unserer Module zugute.” Allein für den aktuellen Bauabschnitt mit 4,4 MW verwendet City Solar mehr als 25.000 kristalline Module des neuen Partners Canadian Solar. Die elektrische Ausrüstung (Verkabelung, Wechselrichter, Transformatoren) stammt vom Siemens-Konzern, mit dem die City-Solar-Gruppe seit Jahren zusammenarbeitet. Unter anderem sei Siemens auch eine wichtige Stütze für City Solar gewesen beim Bau des derzeit weltgrößten PV-Kraftwerks im spanischen Beneixama mit einer Nennleistung von 20 MW.

City Solar investiert weiterhin in Photovoltaik-Projekte in Deutschland
Neben dem Kraftwerksbau in Spanien und weiteren sonnenreichen europäischen Ländern bleibe City Solar allerdings auch seiner Linie treu und investiere nach wie vor in den deutschen Markt, betont das Unternehmen. “In einer Zeit, in der viele behaupten, deutsche Großprojekte seien nicht mehr rentabel, beweisen wir mit Göttelborn das Gegenteil”, unterstreicht Trend-Capital-Geschäftsführer Peter Käsberger. “Der Anleger kann sich nicht nur über den positiven Klimaeffekt freuen, sondern auch über eine Rendite von 268 Prozent”, so Käsberger. Die Resonanz auf den Solarfonds sei deshalb jetzt schon gewaltig. Die Bauarbeiten dauern noch bis Ende September. Die Gestelle stünden bereits komplett. Derzeit würden die Module eingeschoben. Am Ende der Ausbauphase produziere das Komplettkraftwerk mit seiner Leistung von 8,4 MW rund 8,4 Millionen Kilowattstunden Solarstrom pro Jahr – ohne jeglichen Ausstoß von Kohlendioxid. Zum Vergleich: Ein herkömmliches Kraftwerk in dieser Größenordnung würde die Umwelt pro Jahr mit mehr als 6.500 Tonnen CO2 belasten.

03.09.2007 | Quelle: City Solar AG | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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