Greenpeace/EPIA-Report: Glänzende Aussichten für die globale Photovoltaik-Industrie

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Ein neuer Bericht, gemeinsam veröffentlicht von Greenpeace und dem europäischen Photovoltaik-Industrieverband EPIA, gemeinsam sagt eine glänzende Zukunft der Solarindustrie voraus. Die am 04.09.2007 publizierte Studie “Solar Generation 2007” geht von einem rasanten weltweiten Wachstum der Photovoltaik-Industrie aus und prognostiziert ein jährliches Marktvolumen von 300 Milliarden ab dem Jahr 2030. Rund 6,5 Millionen Arbeitsplätze werden laut “Solar Generation 2007” geschaffen und der Anteil des Solarstroms am Elektrizitätsbedarf der Welt steigt auf 9,4 %. Weiter betont die Studie, dass mit Solarstrom 2,9 Milliarden Menschen in Entwicklungsländern mit Energie versorgt werden können und skizziert Wege, um dieses Ziel zu erreichen.
Photovoltaik wird Milliarden Tonnen CO2 einsparen und Millionen Arbeitsplätze schaffen
“Der gegenwärtige Photovoltaik-Boom ist nur ein Vorgeschmack dessen, was kommen wird. Mit Photovoltaik können wir Milliarden Tonnen CO2 einsparen, Millionen Arbeitsplätze schaffen und Gebäude rund um den Globus mit erneuerbarer Energie versorgen. Solarstrom hat zudem den Vorteil, das mit ihm Milliarden Menschen fern vom die Stromnetz versorgt werden können”, sagt Greenpeace-Solarexperte und Kampagnenleiter Sven Teske. “Solarstromanlagen werden schon bald herkömmliche Kraftwerke überflüssig machen, indem sie Energie zu wettbewerbsfähigen Preisen dort liefern, wo sie benötigt wird: zu Hause”, ergänzt Teske.

Solarstrom-Rekord: 2006 waren 6.500 Megawatt Nennleistung installiert
Seit 1998 wuchs der Photovoltaikmarkt laut Studie jährlich um durchschnittlich 35 % und hat inzwischen ein Volumen von neun Milliarden Euro pro Jahr erreicht. 2006 erreichte die gesamte installierte Photovoltaik-Leistung mit 6.500 Megawatt Nennleistung (MWp) einen neuen Rekord. Im Jahr 2000 waren es gerade mal 1,2 MWp. Dieses spektakuläre Wachstum bedeute, das Solarstrom in manchen Regionen auch hinsichtlich des Endkundenpreises um das Jahr 2015 wettbewerbsfähig sein wird, so Greenpeace und EPIA.
Die Solarwirtschaft ist eine der Schlüsselindustrien, um die mit der Energieversorgung verbundenen CO2-Emissionen zu senken, so die Studie. Um das Jahr 2030 könnte mit Photovoltaik der jährliche Ausstoß von mehr als einer Milliarde Tonnen des Treibhausgases vermieden werden; entsprechend der gesamten Emissionen Indiens im Jahr 2004 oder den Emissionen von 300 Kohlekraftwerken. Alles in allem kann Solarstrom ab 2030 laut Report 6,6 Milliarden Tonnen CO2 einsparen.

Industrie will weltweit 14 Milliarden Euro in neue Solar-Fabriken investieren
Winfried Hoffmann, Präsident des Europäischen Photovoltaik-Industrieverbandes (EPIA), erläutert die Studie: “Die Photovoltaikindustrie wird bis 2020 weltweit rund 14 Milliarden Euro in neue Produktionsstätten investieren. Die Massenproduktion wird uns ermöglichen, die Preise zu senken. Und wir gehen davon aus, dass wir in einigen Regionen auch mit dem Strompreis für Endkunden erfolgreich konkurrieren können. Ohne Zweifel wird Photovoltaik die erste Wahl der Stromverbraucher werden, wenn es um preisstabile und verlässliche Elektrizität für private Haushalte und andere Verbraucher geht.”

Garantierte Einspeistarife für Solarstrom sollen Investitionssicherheit schaffen
Greenpeace und EPIA fordern von den Regierungen solche Investitionen mit Förderprogrammen zu sichern, beispielweise mit Einspeistarifen, die einen festen Annahmepreis für jede Kilowattstunde Solarstrom garantieren, die in das Netz eingespeist wird. “Die Industrie ist bestrebt, der solaren Stromerzeugung zum Erfolg zu verhelfen, doch sie braucht politische Unterstützung und auch den politischen Willen dazu. Die Welt ist bereit für eine Energie-Revolution, die Regierungen müssen ihre Klimaschutz-Rhetorik um die ernsthafte Unterstützung der Technologien zur Nutzung der erneuerbaren Energien – wie beispielsweise der Photovoltaik – erweitern, um wirklichen Klimaschutz zu betreiben”, fordert Sven Teske.
Der Report “Solar Generation 2007” (64 S. PDF) kann im Internet heruntergeladen werden unter der Adresse: http://www.epia.org/fileadmin/EPIA_docs/publications/epia/EPIA_SG_IV_final.pdf

05.09.2007 | Quelle: Greenpeace; EPIA | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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