Beratungsunternehmen imap: Chancen durch Nutzung erneuerbarer Energien in der Türkei

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Obwohl die Nutzung erneuerbarer Energien in der Türkei noch immer in den Kinderschuhen stecke, werde sich dort ein wachsender Markt für Unternehmen bilden, berichtet das Institut für interkulturelle Management- und Politikberatung (imap, Düsseldorf) in einer Pressemitteilung. Gesetzliche Grundlage dafür sei das in der Türkei am 10. Mai 2005 verabschiedete Gesetz zur Nutzung erneuerbarer Energien zur Stromproduktion. Mit der rechtlichen Neuerung ziele die Regierung seitdem auf die verstärkte Nutzung von Wasserkraft, geothermischer Energie, Biogas sowie Solar- und Windenergie.
Private Unternehmen könnten mit dem Gesetz Lizenzen zur Elektrizitätsproduktion aus regenerativen Energiequellen erwerben. Darüber hinaus sollen staatliche Fördermaßnahmen Investoren locken, so zum Beispiel eine sechsjährige Preisgarantie. Stromverteiler müssen laut imap in Zukunft nachweisen, dass sie 8 % ihres Absatzes mit regenerativen Energien erwirtschaften.

2.600 Stunden Sonne pro Jahr, hohe Strahlungsintensität
Die geographische Lage der Türkei begünstige die Energiegewinnung mit Solaranlagen besonders, betont das imap-Institut. Laut Bundesagentur für Außenwirtschaft (bfai) entspreche das Potenzial der Solarenergie in der Türkei mit 2.600 Stunden Sonne im Jahr rund 1,2 Milliarden Tonnen Erdöläquivalent. Die Strahlungsintensität betrage über 1.300 Kilowattstunden pro Quadratmeter (kWh/m2). Obwohl mittlerweile rund ein Viertel aller Haushalte mit Photovoltaik-Anlagen bestückt seien, werde die Nutzung der Sonnenenergie meist auf die Wassererwärmung beschränkt.

Solarenergie im Tourismus und in der öffentlichen Verwaltung
Neben den Haushalten würden aber verstärkt Hotelanlagen am Mittelmeer und an der Ägäis auf Sonnenergie zurückgreifen. Dementsprechend biete sich hier interessierten Unternehmen noch ein weiter Markt, besonders wenn von türkischer Seite der Nutzen qualitativ höherwertiger Anlagen erkannt werde. Zusätzlich interessant sei die Entwicklung, die Sonnenenergie in Kommunen nutzbar zu machen. Zurzeit werde geprüft, ob Photovoltaik-Anlagen im Straßenverkehr (Straßenlampen, Verkehrsampeln und Notrufanlagen) verwendet werden können. Zusätzlich werde erwogen, Photovoltaik-Module für Messstationen sowie für das Warnsystem für Waldbrände einzusetzen.

10.09.2007 | Quelle: imap Institut; (openBroadcast) | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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