Windenergie auf See: Startschuss für die Forschung im Offshore-Testfeld

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Das Bundesumweltministerium hat am 07.09.2007 ein 50 Millionen Euro-Programm zur Windenergieforschung in dem 45 Kilometer vor Borkum liegenden Testfeld für Windenergieanlagen gestartet. Dort sollen 12 Windturbinen der 5-Megawatt-Klasse errichtet werden. “Das Testfeld ist die Initialzündung für die Entwicklung der Offshore-Windenergienutzung in Deutschland”, sagte der Staatssekretär im Bundesumweltministerium, Matthias Machnig. Als erstes Projekt im Rahmen des Forschungsprogramms wurden am 07.09.2007 1,15 Millionen Euro zur Koordinierung der Forschung durch das Institut für Solare Energieversorgungstechnik e.V. (ISET) bewilligt. In den Forschungsvorhaben werden unter anderem neue Windmesstechnologien erprobt und die Strömungsverhältnisse der Luft im Windpark untersucht.
Darüber hinaus sind die Stromeinspeisung ins Netz und die von Wind und Wellen ausgehenden Belastungen der Windenergieanlagen das Ziel weiterer Untersuchungen.

Insgesamt zielt das Forschungsprogramm darauf ab, die Offshore-Tauglichkeit der Anlagen nachzuweisen und die Anlagen weiterzuentwickeln. Dabei sollen die Kosten weiter gesenkt sowie mögliche Auswirkungen auf Natur und Umwelt erfasst und gegebenenfalls verringert werden. “Die Erfahrungen aus dem Testfeld werden auch weiteren Offshore-Projekten vor der deutschen Nord- und Ostseeküste zugute kommen”, betonte Machnig. Gemeinsam mit der Betreiberin des Testfeldes, der Deutschen Offshore Testfeld und Infrastruktur GmbH (DOTI), und den Anlagenherstellern Repower und Multibrid erarbeitet das ISET ein abgestimmtes Konzept für Messungen und weitere wissenschaftliche Untersuchungen an den Anlagen. Mit den messtechnischen Aufgaben hat ISET das Deutsche Windenergie-Institut (DEWI) beauftragt.

10.09.2007 | Quelle: BMU | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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