Mecklenburg-Vorpommern siegt beim Klimaschutz-Test aller deutschen Bundesländer

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Mecklenburg-Vorpommern ist deutscher Spitzenreiter, wenn es um den Klimaschutz geht. Zu diesem Ergebnis kommt der von der Zeitschrift GEO in Zusammenarbeit mit einem wissenschaftlichen Beirat angeregte Test “Was leisten die 16 Bundesländer für den Klimaschutz?”. Die Ränge 2 bis 4 belegen Berlin, Brandenburg und Bayern. Schlusslichter sind das Saarland und Rheinland-Pfalz. In 20 Kategorien wurden Energie, Verkehr, Bau und politische Strategien bewertet, darunter Faktoren wie der Pro-Kopf-Energieverbrauch und -CO2-Ausstoß, der Anteil erneuerbarer Energien, Pkw-Dichte, Flughäufigkeit oder die Bereitschaft, energiesparsam zu bauen.
Außerdem ermittelte das Magazin, wie vorbildlich sich die Landesregierungen selbst verhalten, indem sie beispielsweise Solaranlagen auf landeseigenen Gebäuden installieren oder regelmäßig über Fortschritte im Klimaschutz berichten. Die detaillierten Ergebnisse sind in einer umfangreichen Sonderbeilage zur Dezemberausgabe der Zeitschrift GEO veröffentlicht.

36 Prozent Strom aus regenerativen Quellen in Mecklenburg
Besonders groß sind die Unterschiede beim Anteil der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch. Hier liegt Mecklenburg mit 36 Prozent Ökostrom vor Schleswig-Holstein mit 29 Prozent. Auch in Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Bayern übersteigt der Anteil inzwischen 20 Prozent. In neun Bundesländern liegt die Quote hingegen bisher unter zehn Prozent: Zu den Nachzüglern gehören nicht nur die Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen, sondern auch das Saarland, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Baden-Württemberg.

Drastische Leistungsunterschiede der Bundesländer beim Klimaschutz
“Diese Untersuchung ist bisher einzigartig und war dringend notwendig”, sagt Udo Ernst Simonis, Professor am Wissenschaftszentrum Berlin, der den GEO-Test als einer von fünf wissenschaftlichen Beiräten begleitet hat. “Transparenz zu der Frage, was die Landesregierungen für den Klimaschutz tun, fehlte bisher”, so Simonis weiter. Martin Meister, Wissenschafts-Ressortleiter bei GEO fügt hinzu: “Alle Welt redet darüber, wie dringend notwendig konsequente Klimapolitik ist. Doch was geschieht tatsächlich auf regionaler Ebene? Wir sind überrascht, wie drastisch die Leistungsunterschiede der Bundesländer in den einzelnen Feldern des Klimaschutzes sind.”
“Handeln nach dem Klimaschock” lautet der Titel des GEO-Themenschwerpunkts in der Dezemberausgabe. Satellitenaufnahmen zeigen, wie sehr sich die Erde in Zeiten der globalen Erwärmung bereits verändert hat. Ein Essay widmet sich der Frage, weshalb es den Menschen so gut gelingt, den Klimawandel zu verdrängen. Überdies werden nationale und internationale Vorbilder in ihrem Engagement für den Klimaschutz vorgestellt. Außerdem präsentiert das Heft die wichtigsten Fakten und die populärsten Mythen zur Erderwärmung.
Die aktuelle GEO-Ausgabe hat 238 Seiten, kostet 6,- Euro und erscheint am 16. November 2007.

17.11.2007 | Quelle: Gruner+Jahr, GEO | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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