EPIA: Photovoltaik-Forschung muss breit angegangen werden

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Die sechsten Gespräche am Runden Tisch, veranstaltet vom Europäischen Photovoltaik-Industrieverband EPIA, widmeten sich der Photovoltaik-Forschung und –Entwicklung sowie deren Einfluss auf die Marktentwicklung. Wenige Tage nach der Veröffentlichung des Strategieplan für Energietechnologie der EU-Kommission (SET-Plan) nutzte EPIA die Gelegenheit, die Vorhaben der Kommission zu kommentieren, aber auch den möglichen Einfluss der strategischen PV-Forschungsagenda (SRA) und die mittelfristigen Forschungsprioritäten zu betonen. Die strategische PV-Forschungsagenda liefert kurz- bis langfristige Forschungsschwerpunkte, um die Photovoltaik-Branche hinsichtlich der Wettbewerbsfähigkeit zu unterstützen.
Sie ist das Ergebnis gemeinsamer Arbeit mehrerer Interessengruppen aus dem PV-Sektor. Mit gut koordinierten Forschungsaktivitäten auf nationaler und europäischer Ebene könnte die PV-Industrie Produkte herstellen, mit denen Solarstrom in Südeuropa bis 2015 und in einem großen Teil Europas bis 2020 wettbewerbsfähig wird, betont EPIA. Damit könne zudem ein deutlicher Beitrag zum Erreichen der EU-Klimaschutzziele für 2020 geleistet werden.

PV-Branche steigert Forschungsinvestitionen – Budget des kommenden EU-Forschungsplans soll verdoppelt werden
Die Wirtschaft steigere gegenwärtig die Investitionen in die Forschung und in naher Zukunft könnte der Beitrag der Unternehmen die öffentliche Forschungsförderung übersteigen, so EPIA in einer Pressemitteilung. Der Forschungsbeitrag der PV-Branche werde mit dem rasanten Wachstum der Unternehmen noch steigen. Die Mittel für die PV-Forschung im Forschungsplan der EU (FP6; 2002-2006) betrugen laut EPIA etwa 108 Millionen Euro und machen damit rund 20 % aller öffentlichen Photovoltaik-Fördermittel in Europa aus. Zur Umsetzung der SRA und als Antwort auf die schnell steigenden Forschungsinvestitionen der Wirtschaft sollen diese Mittel im FP7 verdoppelt werden, fordert EPIA. Angesichts der gesamten EU-Forschungsausgaben sei klar, dass auch die Mitgliedsstaaten sich daran beteiligen müssten.

PV-Industrie: Markt- und Technologieentwicklung gleichzeitig fördern
EIPA und die EU PV Technology Platform zeigten sich erfreut, dass Solarenergie in den SET-Plan Eingang gefunden hat, betonen aber, dass es wesentlich sei, dass die EU sowohl große als auch kleine dezentrale Solarkraftwerke einbezieht, speziell die Photovoltaik-Gebäudeintegration. Darüber hinaus müsse sowohl die Markt- als auch die Technologieentwicklung gefördert werden, da dies die Eckpfeiler des Erfolgs seien. Nicht zuletzt solle die EU sowohl EPIA als auch die Technologieplattform eng in die Gestaltung künftiger Vorstöße einbeziehen, damit die Bedürfnisse der Branche und der PV-Experten berücksichtigt werden.
Der Industrieverband und die Technologieplattform fordern konkret eine Verdopplung der EU-Forschungsmitte im FP7 gegenüber dem FP6 und wollen bei der Gestaltung der “Europäischen Solarinitiative (“Solar Europe Initiative”) mitwirken, die im SET-Plan vorgeschlagen wird.
Die Vorträge des sechsten Gesprächs am Runden Tisch können heruntergeladen werden unter http://www.epia.org/index.php?id=153.

Weitere Informationen zur SRA: “Forschungsagenda liefert eine Vision für die Photovoltaik in Europa”

29.11.2007 | Quelle: EPIA | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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