effizienz.forum: 450 Teilnehmer beim neuen Branchentreffpunkt

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Insgesamt 450 Kongressteilnehmer trafen sich am 8. und 9. November in der Neuen Messe Stuttgart zur ersten Auflage des effizienz.forums 2007. Zu den Teilnehmern der Kongressmesse zählten Energieberater, Architekten, Haustechnik-Planer, Bauingenieure und Fachhandwerker. In Vorträgen, Workshops sowie einer Begleitausstellung standen Erfahrungsaustausch und Aktuelles aus der Praxis im Mittelpunkt. Themen waren unter anderem Motive und Wirtschaftlichkeit bei Energiesparmaßnahmen, aktuelle Förderprogramme, die Energieeinsparverordnung (EnEV) und DIN-Normen sowie Passivhaustechniken in der Altbausanierung: Denn im Dickicht der Normen, Verordnungen und energieeffizienten Techniken sind Experten gefragt, die wiederum Endverbrauchern mit Fachwissen in der Beratung zur Seite stehen.

Miteinander lernen: Profis der Gebäude-Energieeffizienz unter sich beim ersten effizienz.forum 2007
Die Schwachpunkte in der Gebäudehülle des Altbaus kennt jeder Gebäude-Energieberater, aber wie überzeugt man den durch Kosten und Aufwand verunsicherten Hausbesitzer von energetischen Sanierungsmaßnahmen? Welche Rolle spielt dabei die Novelle der EnEV? Wie vermeidet man Fehler bei der Antragstellung aktueller Förderprogramme? Diese Fragen stellen nur einen Bruchteil derer dar, die bei der ersten Auflage der Kongressmesse effizienz.forum 2007 diskutiert und beantwortet wurden. Energieberater, Haustechnik-Planer und ausführende Fachhandwerker, die sich beruflich mit Gebäude-Energieeffizienz beschäftigen, tauschten sich intensiv zu aktuellen Themen aus und erhielten kompakte Informationen, Tipps und Insiderwissen aus der Praxis für die Praxis.

Der neue Branchentreffpunkt effizienz.forum bewies sich durch angeregte Diskussionen im Plenum, dem Gebäude-Energieberater-Forum und den Workshops sowie zahlreichen Pausengesprächen. Martin Pfränger, Projektleiter des effizienz.forum 2007, zeigte sich mit der Erstveranstaltung sehr zufrieden. “Das effizienz.forum hat den Nerv bei Architekten, Planern und Fachhandwerkern getroffen. Das zeigt die rege Beteiligung der Teilnehmer. Bei den Workshops wurde teilweise über die angesetzte Zeit hinaus referiert und diskutiert”, so Pfränger.

Dr. Harry Lehmann: Später Klimaschutz wird teuer
Den Eröffnungsvortrag am ersten Kongresstag hielt Dr. Harry Lehmann, Fachbereichsleiter im Umweltbundesamt und einer der federführenden Autoren der Studie “Klimaschutz in Deutschland: 40-Prozent-Senkung der CO2 Emissionen bis 2020 gegenüber 1990”. Lehmanns Fazit zu den Maßnahmen, mit denen Deutschland das Klimaschutzziel erreichen will: Je später man begänne, umso teurer kämen die Folgen des Klimawandels zu stehen. Denn Bauherren scheuten Kosten und Aufwand, wenn es um energiesparende Sanierungsmaßnahmen geht. Aber auch ein Informationsdefizit und mangelhafte Abstimmung von Einzelmaßnahmen sind laut Dr. Julika Weiß vom Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) Gründe für zögerliche Zustimmung zur energetischen Gebäudesanierung oder -planung.
Architekt Dr. Burkhard Schulze Darup stellte Best-Practice-Beispiele vor und zeigte, dass bei energetisch sanierten Mehrfamilienwohngebäuden Passivhauskomponenten eingesetzt und somit Bestandsgebäude deutlich effizienter als EnEV-Neubaustandard werden.

1. GEB-Forum: Was kommt mit der EnEVNovelle auf Energieberater zu?
Am zweiten Kongresstag fand vormittags das 1. Gebäude-Energieberater-Forum (GEB-Forum) der Fachzeitschrift “Gebäude-Energieberater” statt. Die Fortschreibung der EnEV stand ebenso im Fokus wie Rechtsfragen. Der externe Sachverständige der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), Rainer Feldmann, zeigte auf, welche Fehler in Anträgen für das CO2-Gebäudesanierungsprogramm auftreten können und wie diese vermieden werden. Dazu zählten vor allem das Gebäudeaufmaß, der Deckungsanteil von Kaminöfen und der Wärmebrückennachweis, so Feldmann.

Probleme lösen in der Praxis: Acht Workshops zur Gebäude-Energieeffizienz
Spezialthemen wie Wärmebrücken, Luftdichtheit oder Heizungssanierung wurden in den acht Workshops am Nachmittag besprochen. Auch Passivhauskomponenten für Bestandsgebäude, die DIN V 18599 oder der hydraulische Abgleich wurden behandelt. In den ein- bis zweistündigen Workshops diskutierten Teilnehmer und Referenten zum Teil bis in den frühen Abend und tauschten sich fachlich aus.
Passende Produkte und Dienstleistungen zum energieeffizienten Planen, Bauen und Sanieren gab es in der Begleitausstellung zu sehen. Insgesamt 30 Aussteller zeigten vielfältige Komponenten für die energetische Sanierung der Gebäudehülle sowie Anlagentechnik. Es gab Neues aus der Heizungs- und Lüftungstechnik, Bauelemente für Sanierung und Neubau sowie erneuerbare Energien, Kraft-Wärme-Kopplung und Messtechnik zu sehen. Zur Bewertung der energetischen Qualität von Gebäuden informierten sich die Besucher bei verschiedenen Softwareanbietern.
Ideelle Träger der Kongressmesse sind die Fachverbände der Energieberaterbranche und des technischen Consultings: der Bundesverband Gebäudeenergieberater Ingenieure Handwerker (GIH), das Deutsche Energieberater-Netzwerk e.V. (DEN) und der Verband Beratender Ingenieure (VBI).

Weitere Informationen: http://www.effizienzforum.de

03.12.2007 | Quelle: Solar Promotion GmbH | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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