Solar-Unternehmen Conergy stellt Weichen zur Rückkehr in die Gewinnzone und korrigiert Ergebnisprognose nach unten

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Der Vorstand der Conergy AG (Hamburg) will das Unternehmen als fokussierten Anbieter im Solarstrom-Geschäft neu ausrichten und die Ertragskraft des Unternehmens nachhaltig stärken. “Der neue Vorstand hat sich für eine Zäsur entschieden, die Conergy binnen kurzem wieder auf Erfolgskurs bringen wird. Conergy richtet sich auf seine ertragsstarken Aktivitäten aus, gibt sich eine straffere Struktur und bereinigt einmalig bilanzielle Altlasten im Rahmen einer konservativen Ausrichtung”, sagte Dieter Ammer, der Vorstandschef von Conergy. “Mit diesen Maßnahmen fühlen wir uns für die kommenden Jahre wieder gut aufgestellt”, ergänzt Ammer. Dazu habe der Vorstand in seiner Sitzung vom 12.12.2007 mehrere Maßnahmen beschlossen, darunter die strategische Ausrichtung der Conergy AG als integrierter Anbieter im Photovoltaik-Markt und die Trennung von nicht-strategischen Aktivitäten in den Arbeitsfeldern Biomasse und Solarthermie (einschließlich Wärmepumpen).

Geschäftsbereiche Biomasse und Solarthermie sollen verkauft werden
Conergy werde sich künftig als Anbieter von Systemlösungen auf das wachstums- und ertragsstarke Solarstrom-Geschäft fokussieren, heißt es in der Pressemitteilung des Unternehmens. Weiter will sich Conergy von den Geschäftsaktivitäten Biomasse und Solarthermie (einschließlich Wärmepumpen) trennen und werde hierzu den Verkauf vorbereiten. Betroffen seien rund 100 Mitarbeiter, so die Conergy AG.
Ab dem 1. Januar 2008 werde eine Holdingsstruktur mit drei eigenständig operierenden Sparten geschaffen. Die Holding werde sich auf wenige zentrale Funktionen beschränken und von einem dreiköpfigen Vorstand geleitet. Dem Vorstand sollen Dieter Ammer (CEO), Pepyn Dinandt (COO) und Dr. Jörg Spiekerkötter (CFO) angehören. Mit dem Beginn des Jahrs 2008 werde Conergy mit den drei Sparten COMPONENTS, SALES & SYSTEMS und PROJECTS operieren, die mit jeweils eigener Ergebnisverantwortung geführt werden. SALES & SYSTEMS wird von Philip von Schmeling und PROJECTS von Nikolaus Krane verantwortet. Für eine Übergangszeit führt Pepyn Dinandt die Sparte COMPONENTS. In der Sparte COMPONENTS werden künftig alle Produktionsbereiche einschließlich der neuen, voll integrierten Solarfabrik Frankfurt (Oder) zusammen gefasst. Unter dem Dach von SALES & SYSTEMS sollen die bisherigen Aktivitäten der Conergy und SunTechnics gebündelt werden. In der Sparte PROJECTS wird die erfolgreiche EPURON GmbH fortgeführt.

Vorstand rechnet mit einem Personalabbau von weltweit rund 500 Mitarbeitern
Maßnahmen zur Kostensenkung seien eingeleitet und würden unverzüglich umgesetzt, betont das Unternehmen. Diese umfassten auch Anpassungen der Personalstärke. Der Vorstand gehe von einem Personalabbau von weltweit rund 500 Mitarbeitern aus. In seiner gestrigen Sitzung hat der neue Vorstand eine korrigierte Prognose für das Geschäftsjahr 2007 erstellt. Nunmehr erwartet der Vorstand ein EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) in einer Bandbreite von minus 150 bis minus 200 Millionen Euro. Im Oktober 2007 war der damalige Vorstand noch von einem operativen Ergebnis in Höhe von 40 Millionen Euro ausgegangen, hatte jedoch Risiken in Höhe von 30 bis 50 Millionen Euro erwartet. Die korrigierte Prognose berücksichtige neben einem deutlich verschlechterten operativen Ergebnis wesentliche zusätzliche einmalige Effekte, darunter eine Änderung der Bewertungsmethodik für Großprojekte (POC); die Anpassung der Wertansätze einzelner Aktiva und Ergebnisbelastungen aus geplanten Restrukturierungsmaßnahmen. Der ganz überwiegende Teil der genannten einmaligen Effekte werde nicht liquiditätswirksam sein, betont der Conergy-Vorstand.

12.12.2007 | Quelle: Conergy AG | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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