Freiburger GRÜNE begrüßen neues Ökostrom-Angebot von badenova; weitere Schritte sollen folgen

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Junges Freiburg/DIE GRÜNEN begrüßen das neue “Ökostrom”-Angebot des Versorgungsunternehmens badenova für Privatkunden zum 1. Januar 2008. ” ‘Regiostrom basis’, atomstromfrei und zu 25 % regenerativ, zu 75 % aus effizienter Kraft-Wärme-Kopplung erzeugt, für 140.000 Privatkunden in Südbaden, das ist ein guter erster Schritt”, so der grüne Stadtrat Eckart Friebis. “Und dass der neue ‘Regiostrom aktiv’ nun zu 100 % aus regenerativen Quellen stammt und weiterhin ‘aktiv’ den Ausbau der erneuerbaren Energien in der Region befördert, macht ihn als echten Ökostromtarif für alle umweltbewussten Verbraucher zu einer runden Sache. Jetzt gibt es wirklich keinen Grund mehr, zu anderen Ökostromanbietern zu wechseln”, so Friebis weiter.
Die GRÜNEN sind sehr zufrieden, dass mit diesem neuen Angebot – und das ohne Mehrkosten und bei einem Jahr Preisgarantie – ein Beschluss des Freiburger Gemeinderates vom Mai dieses Jahres zu wesentlichen Teilen umgesetzt werde. Damals sei die badenova auf Initiative von Junges Freiburg/DIE GRÜNEN aufgefordert worden, einen solchen Ökostromtarif zu entwickeln und baldmöglichst anzubieten.
Zukauf von Strom aus Wasserkraftwerken am Hochrhein und in der Schweiz; Zubau von Wasser-, Wind- und Solar- oder Biomassekraftwerke in der Region
Möglich gemacht werden diese Angebote durch den Zukauf von jährlich 130 Millionen Kilowattstunden regenerativer Energie aus bereits existierenden Wasserkraftwerken am Hochrhein und in der Schweiz. Dadurch werde zwar der faktische CO2-Ausstoss nicht unmittelbar verringert, aber mittelbar und im Laufe der Zeit werde auf diese Weise eine verstärkte Nachfrage nach regenerativer Energie geschaffen und ein weiterer Ausbau erfolgen, heißt es in der Pressemitteilung. “Deshalb ist es aber umso wichtiger, dass durch den ‘Regiostrom aktiv’-Tarif, der den bisherigen Regiostrom ablöst, Jahr für Jahr zusätzliche Wasser-, Wind- und Solar- oder Biomassekraftwerke in unserer Region entstehen. So wird der Anteil umweltfreundlicher Energien immer größer und kann den umweltschädlichen Normalstrom aus gefährlichen Atommeilern und alten Kohlekraftwerken als wahren CO2-Schleudern zunehmend verdrängen”, sagt Stadträtin Lioba Grammelspacher.

Stadt soll auch auf “Regiostrom aktiv” umstellen
“Deshalb appellieren wir an alle VerbraucherInnen, künftig auf den rundum umweltfreundlichen ‘Regiostrom aktiv’ umzusteigen, denn auch rein finanziell betrachtet bedeutet dies lediglich geringe Mehrkosten zwischen zwei und sechs Euro pro Monat, je nach Haushaltsgröße”, rechnet Grammelspacher vor. Und ihr Stadtratskollege und badenova-Aufsichtsratsmitglied Axel de Frenne meint dazu: “Auch die Stadt Freiburg selbst sollte hier eine Vorbildfunktion für Privathaushalte, Gewerbebetriebe und andere Kommunen wahrnehmen und schrittweise eine 100%ige Versorgung mit ‘Regiostrom aktiv’ anstreben. Das wäre ein wichtiges Signal dafür, dass auch die öffentliche Hand ‘aktiv’ dazu beiträgt, dass der regenerativ erzeugte Stromanteil in der Region kontinuierlich zunimmt”, so de Frenne.

50 % erneuerbare Energien und 50 % Kraft-Wärme-Kopplung bis 2009
Für DIE GRÜNEN sei es wichtig zu betonen, dass das neue Angebot der badenova nur ein erster – wenn auch wichtiger und zu begrüßender – Schritt sein könne: “Wir erwarten, dass schon zum Jahre 2009 durch zusätzlichen Bezug oder die Eigenproduktion regenerativ erzeugten Stroms eine Quote von 50 % erneuerbarer Energien im neuen Standardtarif Regiostrom basis erreicht wird und die restlichen 50 % aus der Kraft-Wärme-Kopplung kommen. Dann könnte man auch beim Basistarif mit gutem Gewissen von Ökostrom reden”, so Fraktionsgeschäftsführer Friebis.

Ökostrom für Unternehmen
DIE GRÜNEN erwarten noch mehr von der Einführung der neuen Stromtarife: Die großen industriellen und gewerblichen Kunden, die rund die Hälfte der von badenova jährlich verkauften Strommenge von 1,2 Milliarden Kilowattstunden abnehmen, sollten darüber nachdenken, aus Gründen einer nachhaltigen Wirtschaftsweise (und auch aus Imagegründen) statt des billigen, aber umweltschädlichen Normalstroms künftig mehr und mehr umweltfreundlich erzeugten Strom zu beziehen. “Die kritischen VerbraucherInnen würden ein solches Signal der Unternehmen sicher würdigen”, so das Mitglied des Fraktionsvorstandes, Stadtrat Per Klabundt. “Und der Umweltvorteil könnte so auch zum Wettbewerbsvorteil für verantwortungsvoll handelnde Unternehmen werden”, betont der grüne Fraktionsvorstand.

30.12.2007 | Quelle: JUNGES FREIBURG / DIE GRÜNEN im Freiburger Gemeinderat | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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